Rees: Krematorium: Baubeginn Mitte 2017?

Rees : Krematorium: Baubeginn Mitte 2017?

Bauausschuss könnte heute Sonderbaufläche beschließen.

"Es sieht gut aus", findet Bauamtsleiterin Elke Strede kurz vor der Bauausschuss-Sitzung, bei der es um das geplante Krematorium geht. Das will eine niederländische Gruppe auf dem städtischen Grundstück zwischen Grüttweg und B 67 errichten. "Nach der ersten frühzeitigen Bürger- und Behördenbeteiligung gibt es kaum Einwände", freut sich die Bauamtsleiterin.

Für den Bauausschuss empfiehlt die Stadtverwaltung in der Vorlage, die derzeitige Grünfläche Friedhof in eine Sonderbaufläche Krematorium umzuwandeln. Geben die Politiker dafür grünes Licht, folgt die große öffentliche Beteiligung. Vier Wochen dauert die Offenlage für die Änderung des Flächennutzungsplanes. "Von größeren Bedenken von Behörden und Bürgern ist derzeit eher nicht auszugehen", so Strede.

Das Vorhaben, sagt sie, scheine "gut durch zu laufen". Sollte wirklich alles ohne Probleme vonstatten gehen, so die Bauamtsleiterin, könnte vielleicht im Sommer 2017 mit den Bauarbeiten begonnen werden. Was voraussetzt, dass die Bauanträge entsprechend vorher eingereicht und abgesegnet werden.

Damit könnte in Rees das erste Krematorium im Kreis Kleve entstehen. Dass es auch keine Probleme mit Emissionen gibt, davon hatten sich die Lokalpolitiker bei einem Besuch eines Krematoriums in Willich, das die Niederländer dort betreiben, selbst überzeugen können.

Apropos Niederländer: Die Gruppe, die auch in Rees aktiv werden möchte, gehört weltweit zu den führenden Betreibern von Krematorien und beschäftigt in zehn Ländern 800 Mitarbeiter. Dabei scheinen sie es zu verstehen, das Thema Verbrennung würdevoll anzugehen, konnten die Ratsmitglieder und Mitarbeiter der Verwaltung bei ihrem Besuch in Willich erfahren.

Für den Fall, dass der Rat das Vorhaben absegnet, dürfte das Krematorium mit seinem gut zehn Meter hohen Schornstein nach viermonatiger Bauzeit in Betrieb gehen können. Da die früher für die Friedhofs-Erweiterung vorgesehene Fläche für das Projekt überdimensioniert wäre, soll der nicht benötigte Grund und Boden wieder als landwirtschaftliche Fläche dargestellt werden, so die Idee der Verwaltung.

(rey)
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