Emmerich: Kommunalbetriebe: 1,5 Millionen Gewinn

Emmerich : Kommunalbetriebe: 1,5 Millionen Gewinn

Geschäftsjahr 2013: Mehr Einnahmen beim Abwasser, weniger Ausgaben beim Winterdienst

Mit einer Besichtigung des Betriebsgebäudes am Blackweg wurden die Mitglieder des Betriebsausschusses der Kommunalbetriebe von Geschäftsführer Klaus Gruyters in ihre neue Aufgabe eingeführt. Kamen sie doch zu ersten Sitzung nach der Kommunalwahl zusammen. Und konnten ihre Arbeit gleich mit einer erfreulichen Nachricht beginnen: Die für Straßenreinigung, Abfall, Friedhöfe und die Grünflächen-Unterhaltung zuständigen Kommunalbetriebe haben das Jahr 2013 mit einem Überschuss von 2,5 Millionen Euro abgeschlossen.

Damit haben die Kommunalbetriebe das beste Ergebnis aller bisherigen Geschäftsjahre vorgelegt. Der Bilanzgewinn betrug unterm Strich 1,5 Millionen Euro.

Das, so erläuterte Gruyters, lag in erster Linie an höheren Abgaben einer Firma, die mehr Abwasser als angekündigt abgeführt hat.

Überschüsse erzielte auch die Straßenreinigung, weil der milde Winter deutlich weniger Kosten verursacht hatte.

Gute Nachricht auch für alle Haushalte: Die Abfallgebühren für eine vierköpfige Familie betrug 2013 aufs Jahr gesehen 165,15 Euro - damit liegt Emmerich bei 120-Liter-Behältern NRW-weit im unteren Bereich. Beim Abwasser zahlte ein Vier-Personen-Haushalt im Schnitt 646,40 Euro pro Jahr - und bewegt sich auch hier unter dem NRW-Schnitt.

Etwas teurer als geplant, und zwar um rund 60 000 Euro, wird die neue Vorklärung am Klärwerk, die etwas über zwei Millionen Euro kostet, berichtete der Geschäftsführer. Hier werde man an anderer Stelle, und zwar am Kanalnetz und den Pumpstationen, die Summe in gleicher Höhe wieder einsparen, sagte er den Ausschuss-Mitgliedern. Überdies berichtete Gruyters von weiteren Baustellen, mit denen die Kommunalbetriebe zur Zeit zu tun hätten. Ob Emmerich weiterhin so günstige Gebühren halten könne, etwa beim Abfall, werde erst Ende des Jahres deutlich werden, so Gruyters. Der entsprechende Wirtschaftsplan soll Ende November vorliegen, dann könne man erste Prognosen wagen.

Der Geschäftsführer informierte die Politiker außerdem darüber, dass Hausbesitzer in den Wasserschutzzonen der Stadt mit Dichtigkeits-Prüfungen zu rechnen haben. Betroffen seien gut 800 Haushalte, deren Kanalanschluss 50 Jahre und älter ist. Bis Ende 2015, so schreibe es der Gesetzgeber vor, müssten diese Maßnahmen abgeschlossen sein. "Wir planen dazu drei Informations-Veranstaltungen im Pädagogischen Zentrum des Gymnasiums", kündigte er an.

(rey)