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Kneipennacht rockte in Emmerich

Veranstaltungsreihe : Kneipennacht rockte Emmerich

Neun Bands in acht Gastronomien und auf der Germania lockten am Wochenende viele Besucher an.

Gemütlich schlenderten am Samstagabend Gruppen von Spaziergängern über die Rheinpromenade, blieben hier und da stehen, hörten der Musik zu, die aus den Lokalen erklang und betraten dann eine Gastronomie mit ihrem Musikgeschmack: Die Musiknacht „Emmerich live!“ fand zum 14. Mal statt. Unter den Besuchern war einer im Kostüm des Winnie-Puuh-Esels „I-Aah“, um den Hals trug er ein Schild: „Helft mir! Ich darf das Kostüm erst ausziehen, wenn ich zehn Frauen die Schuhe geputzt habe und mit sieben in verschiedenen Sprachen angestoßen habe.“ Benedikt Damen feierte mit Freunden seinen Junggesellenabschied bei „Emmerich Live!“ Am 26. April heiratet er Christina Roebrock.

Die war auch mit den Müttern, Ingrid Roebrock und Christel Damen, Familie und Freundinnen unterwegs, die sie mit dem Junggesellinnenabschiedsabend überrascht hatten. „Eigentlich sollte ich Babysitten“, sagte die Braut. Ihre Schwester Dorothee und Trauzeugin Inja Bergmann hatten den Überraschungsabend vorbereitet. Gut gelaunt genossen alle das tolle Musikangebot.

 In Estrellas Cantina spielte die Gruppe Sugar Mama.
In Estrellas Cantina spielte die Gruppe Sugar Mama. Foto: Markus van Offern (mvo)
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Neun Bands – viele von ihnen „Wiederholungstäter“ - lieferten in acht Gastronomien und auf dem Schiff „Germania“ handgemachte Live-Musik vom Feinsten ab. Zunächst war es noch sehr ruhig auf der Promenade. „Ich denke, dass hängt auch mit dem Fußballspiel Bayern gegen BVB zusammen. Das Wetter ist schön und da werden bestimmt noch einige kommen“, war Organisator Adam Ruta zuversichtlich. In den letzten Jahren waren es meist über 1000 Besucher bei der Musiknacht. „In Emmerich auf der Promenade herrscht immer eine tolle Atmosphäre.“

 Die Gruppe Granufunk ließ die Herzen der Fans im Hof von Holland sichtlich höher schlagen.
Die Gruppe Granufunk ließ die Herzen der Fans im Hof von Holland sichtlich höher schlagen. Foto: Markus van Offern (mvo)

„Yellow river“ hörte man aus Himmer’s Bistro 852, wo das Trio „Cookie & Friends“ Oldies und Rockclassics zum Besten gab. Voll war es im „Hof von Holland“, als „Granufunk“ mit Soul, Rock & Funk die Partynacht startete. Im „Companeros“ trafen sich die Liebhaber von Latin und Salsa, dargebracht von „Rumbambé“. „Die haben bereits im letzten Jahr bei uns gespielt, die Musik passt zu uns“, sagte Gastwirtin Ayse Baran. Viel Spaß hatten die Musiker von „Blue Note 66“ aus Kleve, die fetzigen Rock’n’Roll im „Burger Pier 1“ servierten. „Wir sind zwar mehr auf der anderen Rheinseite unterwegs, aber Emmerich ist toll“, sagte Schlagzeuger Manuel Brey.

„Freezeland“ – jahrelang bei Franz Feyen aufgetreten – spielte jetzt in neuer Formation bei „Onder de Poort“. „Die hatten im Oktober schon mal bei uns einen Auftritt und wir wollten sie unbedingt haben“, sagte Gastwirt Marcel Meisters. „Freezeland macht eine richtig gute Musik“, war Zuhörer Dirk Verbücheln begeistert.

Eng war es in Estrella’s Cantina, so dass viele Gäste sich einen gemütlichen Platz im Wintergarten suchten und von dort aus zuhörten. Der Sänger des Trios „Sugar Mama“, Bas de Jong, hatte nicht nur eine gute Stimme, er begleitete die Songs auch mit Gitarre und Mundharmonika. Im „Vitas“ feierte die Gruppe „Piaggi“ mit den Gästen eine „Italian Party“ und in der Gaststätte „Zum Raben“ sorgten „Die Acoustics“ mit Rockclassics für beste Stimmung. „Im ersten Jahr fand „Emmerich live!“ nur am Rhein statt, aber seit dem zweiten Jahr sind wir immer dabei. Da haben wir selber viel Spaß dran“, sagte Gastwirt Horst Welling.

Gegen 22 Uhr begann „Tribal Voice“ als letzte Band auf dem Fahrgastschiff „Germania“ ihren musikalischen Auftritt. „Viel Mühe macht uns immer das Ein- und Ausladen unserer Anlage, der Steiger ist ganz schön steil“, erzählte Klaus Stamprath, Sänger der siebenköpfigen Gruppe. „Doch dann hier auf dem Schiff mit Blick auf den Rhein spielen zu dürfen – das ist schon klasse.“ Und die vielen Zuhörer, die sich hier zum „Afsacker“ trafen, bedankten sich mit begeistertem Applaus.