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Kinder in Emmerich sollen mehr Sport machen

Emmerich : Ziel: Kinder sollen mehr Sport machen

Die Stadt will das Angebot für Kinder in der Innenstadt verbessern. Als Kooperationspartner sind der TV Elten, der Kreissportbund und die Hochschule Rhein-Waal in Kleve dabei.

Vielfach ist in Netzwerktreffen von „prokids“ der Wunsch geäußert worden, die Angebote für den Übergang von der Kita in die Schule zu erweitern, um den Kindern diese Situation zu erleichtern. Sport und Entspannung bieten dazu gute Angebotsmöglichkeiten.

„So entstand das Projekt ‚Kinderwelt in Bewegung’. Insbesondere Kinder in der Innenstadt haben weniger Möglichkeiten zum Sport, weil die Familien meist keinen eigenen Garten haben und die Sportanlagen der Vereine oft außerhalb liegen“, erklärte Diplom-Sozialpädagogin und Projektkoordinatorin Anja Jansen-Raadts.

 Auf dem Bild zu sehen sind (v.l.) Peter Hinze, Jansen-Raadts und Sabrina Angenendt mit dem Maskottchen, für das noch ein Name gesucht wird.
Auf dem Bild zu sehen sind (v.l.) Peter Hinze, Jansen-Raadts und Sabrina Angenendt mit dem Maskottchen, für das noch ein Name gesucht wird. Foto: Monika Hartjes

Die Angebote sollen Kita- und Grundschulkinder zusammenführen, so dass weniger Berührungsängste bestehen. „Die Kinder können sich mit Neugier und Zuversicht auf die Situation einlassen und erleben den Übergang so positiv“, so Jansen-Raadts.

In Kooperation mit der Rheinschule, der Leegmeer- und Liebfrauengrundschule, den Kindertageseinrichtungen St. Martini, St. Aldegundis, Sterntaler, dem Familienzentrum Arche Noah und lokalen Sportvereinen soll in Kürze das Projekt gestartet werden.

Mit dem Projekt sollen gesundheitsfördernde Strukturen für Kinder im Vorschulalter und deren Eltern in der Stadt aufgebaut werden. „Wir freuen uns, dass es in den kommenden zwei Jahren vom Landessportbund NRW mit insgesamt 22.000 Euro gefördert wird“, erklärte Bürgermeister Peter Hinze.

„Kinderwelt in Bewegung“ ist ein Baustein aus dem NRW-Förderprogramm „Sportplatz Kommune“. Insgesamt lassen sich durch das im Jahr 2019 gestartete Landesprojekt somit 150 Projektideen in 135 Kommunen flächendeckend in Nordrhein-Westfalen verwirklichen - eine trotz der Corona-Krise großartige Resonanz.

Dafür hat die Landesregierung rund 510.000 Euro als Gesamtsumme für 2021 eingeplant.Ziel ist es unter anderem, dass der Kinder- und Jugendsport zusammen mit den Institutionen Kita, Grundschule und Sportverein als gemeinsames Feld gesehen wird.

Als Kooperationspartner sind federführend der TV Elten, der Kreissportbund und die Hochschule Rhein-Waal in Kleve, die das Projekt begleitet, mit im Boot. Übungsleiter des TV Elten setzen die Maßnahmen um.

„Eigentlich soll es so aussehen, dass sowohl Kita-Kinder als auch Erstklässler der Grundschulen an den Bewegungs- und Entspannungsangeboten teilnehmen können“, erklärt Sabrina Angenendt, Vorsitzende des Turnvereins Elten. Später sollen dann auch ältere Jugendliche und Eltern als Helfer mit eingesetzt werden.

In einem „Sportkarussell“ können Vereine in den Kitas und Schulen ihre Sportart vorstellen - Volleyball, Basketball, Fußball, Tennis oder auch Yoga - und so Angebote machen und auch Werbung für den Verein. Das Programm soll stetig ausgebaut werden.

Leider ist das zurzeit wegen der Corona-Pandemie nicht so durchführbar. Trotzdem wollen die Initiatoren im Januar beginnen. „Wir entwickeln alternative Draußen-Angebote für kleine feste Gruppen, wie beispielsweise ein Erlebnistag im Wald. Oder machen online verschiedene Angebote“, so Angenendt. Nach Corona können dann die Kinder von Kitas und Schulen „gemischt“ daran teilnehmen.

Mit dabei sein wird immer ein großer Teddybär in der grünen Trainingsjacke des TV Elten. Das Maskottchen motiviert die Kinder zum Mitmachen.