Kein zweiter Zebrastreifen für die Minervastraße in Isselburg

Politik : Kein zweiter Zebrastreifen für Minervastraße

Mehrheit von CDU und Grünen entscheidet sich in einer kuriosen Debatte gegen die Errichtung.

(tt) Die Debatte um einen weiteren Fußgängerüberweg an der Minervastraße wurde hitzig geführt. Doch eine Mehrheit von CDU und Grünen sprach sich in der jüngsten Sitzung des Rates dagegen aus. Das sorgte vor allem bei der SPD für Kopfschütteln. Felix Kleideiter: „Ich bin heute noch von den Eltern des Katholischen Kindergartens unter Druck gesetzt worden, dass dort ein Fußgängerüberweg unbedingt hin kommen muss.“

Auch Kevin Schneider (FDP) sprach sich für den Fußgängerüberweg aus. Denn seine Partei habe die Sache angestoßen, als sie unter anderem auch Tempo 30 für die Minervastraße gefordert hatte – vergeblich. „Dieser Fußgängerüberweg ist eine Chance auf eine Verkehrsberuhigung, die sollten wir nutzen.“

Für Frank Häusler, Fraktionschef der CDU, gab es einen anderen springenden Punkt: „Ein Fußgängerüberweg ist dort nicht in letzter Konsequenz nötig.“ Er stützte sich dabei auf Aussagen der Polizei und der Verkehrsschau. Der Sargnagel für das Vorhaben war aber zudem eine Stellungnahme eines dort ansässigen Unternehmens, dass den Wegfall zweier Parkplätze als „Katastrophe“ bezeichnet hatte. Es folgte eine kuriose, aber auch chaotische Abstimmung. Laut Beschlussvorschlag gab es zwei Alternativen: Die erste besagte, dass ein Fußgängerüberweg angelegt wird. Die zweite, dass es eben kein Fußgängerüberweg geben wird. Zunächst wurde über Alternative eins abgestimmt. Grüne und CDU, was die Mehrheit bedeutete, waren dagegen, SPD und FDP dafür. Bürgermeister Michael Carbanje enthielt sich. Dies wiederum missfiel Kerstin Hebing (SPD), die dies mit einem Zwischenruf monierte. Carbanje wiederum verwahrte sich dagegen, dass sein Abstimmungsverhalten kommentiert werde. 

Richtig turbulent wurde es beim nächsten Tagesordnungspunkt. Denn es ging um das gleiche Thema, dieses Mal aber als Antrag der SPD formuliert. Zunächst sah die Verwaltung den Tagesordnungspunkt als erledigt an. Doch scheinbar waren die Bedenken dann doch groß, dass dies zu einer Beanstandung hätte führen können. Die FDP beantragte eine namentliche Abstimmung. Das Ergebnis sollte gleich bleiben.