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Rees: Kein toter Briefkasten in Haffen

Rees : Kein toter Briefkasten in Haffen

Leichte Verwirrung um den Service der Post.

Bruno Schiffer war die Sache nicht ganz geheuer. Am einzigen Briefkasten von Haffen hing ein handgeschriebener Zettel mit der Aufschrift "DEFEKT". Deshalb fuhr er mit dem Fahrrad lieber in den Nachbarort Mehr, um dort seine Post einzuwerfen: "Ich wusste ja nicht, ob unser Briefkasten überhaupt noch geleert wird."

Bruno Schiffer wandte sich in der Angelegenheit an die Rheinische Post. Die fragte bei der Pressestelle der Deutschen Post nach, was genau an dem Briefkasten in der Deichstraße "defekt" sei.

Einen Tag später gab Rainer Ernzer, Pressesprecher der Deutschen Post, telefonisch Entwarnung: "Der Briefkasten in Haffen wurde täglich geleert, die Bürger brauchen keine Angst zu haben." Das handgeschriebene Schild habe sich lediglich auf die fehlende Tafel mit den Leerungszeiten bezogen. Diese habe ein Techniker am Freitag ersetzt. Das handgeschriebene "DEFEKT"-Schild, räumt Ernzer ein, sei "etwas unglücklich" formuliert gewesen: "Wäre der Briefkasten defekt gewesen, zum Beispiel das Schloss, wäre er abgeklebt worden, um deutlich zu machen, dass keine Leerungen möglich sind." In städtischen Außenbereichen wie Haffen leert der Postzusteller, der für den Ort zuständig ist, die Briefkästen selbst. In Haffen geschieht das montags bis samstags gegen acht Uhr.

(ms)