Emmerich: Katzen für Emmerich

Emmerich: Katzen für Emmerich

Blickfang und Marketing: Rainer Bonk hat Rohlinge geschaffen, die nach eigenen Vorstellungen gestaltet werden können. Sie sehen aus wie die Katjes-Katzen und sollen in der ganzen Innenstadt aufgestellt werden.

Auf dem Betriebsgelände von Katjes ließ Rainer Bonk gestern die Katze(n) aus dem Sack: Der Künstler, der vor allem für seine "Blauen Schafe vom Niederrhein" bekannt ist, zog zwei große Rohlinge aus seinem Lieferwagen — 1,80 Meter große Samtpfoten aus Glasfaser, deren Gestaltung an eines der bekanntesten Produkte Emmerichs erinnert: die Katjes-Katzen. Sie sollen ab September in der ganzen Stadt für bunte Akzente sorgen. Geschäfte wie Privatleute können sie kaufen und nach eigenen Vorstellungen bemalen, bekleben oder sonst wie gestalten.

Den Anstoß zu der Aktion hatte Bürgermeister Johannes Diks gegeben. Er ließ sich von einem München-Besuch dazu inspirieren. Dort hatte man die Marketing-Idee mit bayerischen Löwen umgesetzt. "Emmerich hat seine Stärken, und die sollte man auch nach außen zeigen", sagte Diks gestern mit Blick auf das Renommee der Firma Katjes, die von der Idee schnell zu überzeugen war.

Zwei, die zusammen gehören

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"Katjes ist das Lebenswerk von Klaus Fassin. Und das hängt eben auch ganz stark mit Emmerich zusammen", erklärte dazu Heiner Wolters. Wie der Katjes-Marketing-Leiter weiter ausführte, unterstützt die Firma das Projekt mit 20 000 Euro. Geld, mit dem die Emmericher Schulen die Katzenrohlinge anschaffen können, um sie selbst zu gestalten. Alle Emmericher Schulen wollen dabei mitmachen. Für Künstler Rainer Bonk eine gute Idee. Er hält nicht nur die reduzierte Form der einst von Klaus Fassin ersonnenen Katjes-Katzen für "künstlerisch qualitätsvoll" und ideal für eine Gestaltung, sondern ist auch von der Einbindung der Kinder begeistert: "Kinder freuen sich, wenn ihr Schaffen zu sehen ist. Das ist der Boden für Kreativität", sagte er.

Kreativ sollen nach Möglichkeit möglichst viele Emmericher sein. "Alle gestalteten Katzen werden von einer Jury bewertet und die besten prämiert", so Kulturbetriebe-Chef Ludger Heyming. Die Aktion soll zudem durch einen Kalender mit den prämierten Katzen in Erinnerung bleiben. Und wo sollen sie stehen? "Zwei bis drei an der Rheinpromenade", kann sich der Bürgermeister vorstellen. Und da sich vermutlich auch viele Geschäftsleute beteiligen werden, sind Kaß- und Steinstraße wahrscheinlich weitere Standorte.

Wer sich bereits jetzt ein Bild von den Katzen machen will, kann sie sich im Info-Center anschauen. Dort wurden zwei bereits aufgestellt.

(RP)
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