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Katholische Seelsorgeeinheit in Emmerich hält an Gottesdiensten fest

St. Christophorus/St. Johannes, der Täufer : Kirchgang zu Weihnachten möglich

Während die evangelische Kirchengemeinde ihre Präsenzgottesdienste abgesagt hat, finden sie in den Kirchen der Seelsorgeeinheit St. Christophorus/St. Johannes weiterhin statt. Auch zu Weihnachten soll das so sein.

In dieser Woche hat die evangelische Kirchengemeinde in Emmerich und Elten ihre Gottesdienste aufgrund der steigenden Inzidenzzahlen abgesagt. Auch an Weihnachten wird es – wie schon im letzten Jahr – keinen Kirchgang geben, teilte das Presbyterium mit (die RP berichtete).

Anders sieht es zumindest momentan noch in der katholischen Seelsorgeeinheit St. Christophorus/St. Johannes, der Täufer aus. „Stand jetzt wird es zu Weihnachten Gottesdienste geben. Wie sie aber genau aussehen und welche Bedingungen dann gelten, lässt sich derzeit noch nicht sagen“, erklärte Pfarrer Bernd de Baey jetzt im Gespräch mit unserer Redaktion.

Was das Presbyterium der evangelischen Kirchengemeinde entschied, hat der Stadtpfarrer mit großer Aufmerksamkeit verfolgt. „Dieser Beschluss verdient Respekt, aber jede Kirche bietet andere Voraussetzungen und jede Gemeinde muss für sich selbst entscheiden“, sagt Pfarrer de Baey. Erste Familiengottesdienste wurden zwar bereits auch schon in St. Christophorus abgesagt, aber allgemein seien die Kirchen in der Seelsorgeeinheit groß genug, um dort Gottesdienste unter der Einhaltung der Coronaschutz-Regeln feiern zu können. Einzige Ausnahme sei Dornick. Da könne es sein, dass auf eine andere Kirche ausgewichen werden müsse.

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Um das Risiko zu minimieren und eine kühle Raumtemperatur zu erhalten, die es den Viren „schwer“ machen soll, werden die Kirchen derzeit nicht großartig beheizt. Die 3G-Regel wird auf Gottesdienste nicht angewandt. Stattdessen gelten Handdesinfektion zu Beginn, Abstandsregel und Maskenpflicht beim Laufen in der Kirche sowie beim Gesang.

Pfarrer de Baey hofft, dass bis zu Weihnachten auch die Vrasselter Kirche St. Antonius soweit hergerichtet ist, dass dort wieder Gottesdienste stattfinden können. „Derzeit laufen Pflasterarbeiten, der Altar wird dann aber noch nicht saniert sein“, sagt er.

Wichtig ist dem Stadtpfarrer zudem, dass die Kirchen auch außerhalb der Gottesdienstzeiten von Weihnachten bis Dreikönige tagsüber von 10 bis 16 Uhr zum Besuch geöffnet bleiben. Vor allen Dingen dann, wenn die Krippen aufgestellt sind. Da wird es dann Krippen-Wege geben, die für eine Entzerrung sorgen sollen. Anders als im letzten Jahr, wird man sich in diesem für die Weihnachtsgottesdienste nicht anmelden müssen. Dies habe sich nicht bewährt.

Welche Regeln für die Gottesdienste zu Weihnachten gelten werden, müsse man sehen: „Derzeit fahren wir auf Sicht und gehen Schritt für Schritt vor.“ Insgesamt habe sich gezeigt, dass die Gläubigen sehr verantwortungsvoll mit der Situation umgingen. Pfarrer Benrd de Baey: „Es gilt Vorsicht, Vorsicht, Vorsicht.“