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Karneval: Planungen in Rees laufen für Sessione 2021/22

Narren planen Session : Karneval – da geht doch was

Noch ist völlig unklar welche Corona-Verordnungen im kommenden Jahr gelten. Dennoch planen die Karnevalsvereine in Rees schon vorsichtig ihre Sitzungen. Auch die Organisatoren der Rosenmontagszüge sind verhalten optimistisch.

In diesem Jahr schauten die Narren traurig aus der Wäsche. Corona machte auch vor der fünften Jahreszeit nicht Halt. Bienen, Haffen, Haldern, kfd, Empel, Mehr  und Millingen – sämtliche Sitzungen mussten abgesagt werden. Auch die beiden Rosenmontagszüge Die Entscheidung dazu war schon früh im September getroffen worden.

Für die kommende Session sieht es dafür aber besser aus, verhaltener Optimismus macht sich breit. Haldern hat bereits sein Prinzenpaar, die Proklamation soll am 12. November stattfinden. „Wir gehen auch davon aus, dass wir im kommenden Jahr wieder zwei Sitzungen im Feuerwehrgerätehaus abhalten können“, sagt Thomas Dierkes vom Karnevals-Komitee der Feuerwehr Haldern. Was ihm, wie auch allen anderen Karnevalisten im Moment Probleme bereitet: „Niemand kann im Moment sagen, welche Bedingungen im Februar gelten werden.“

So planen die Narren der Halderner Feuerwehr vorsichtig. Jedem Sitzungsgast soll 1,7 Quadratmeter Platz eingeräumt werden. Zutritt können nur die erhalten, die einen 2-G-Nachweis vorlegen, also entweder geimpft oder genesen sind. „Wir wollen auf Nummer sicher gehen und kein zweites Gangelt in Haldern entstehen lassen“, begründet Dierkes die Entscheidung, die mit allen Beteiligten abgesprochen worden sei. Nur für eine Frage gäbe es noch keine Lösung: „Wir wissen noch nicht, wie wir mit Kindern verfahren sollen. Das müssen wir noch besprechen.“

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Für die Sitzungen werde bereits tüchtig geprobt. Fünf Tanzgruppen sind vorgesehen, drei Büttenredner und auch die „Disharmoniker“ wollen wieder für Stimmung sorgen. „Alle sind heiß auf Karneval“, sagt Dierkes.

Auch bei der Reeser Frauengemeinschaft laufen die Planungen bereits auf Hochtouren. Die beiden Sitzungen der kfd im Bürgerhaus sind legendär. „Sie werden am 15. und 16. Februar stattfinden“, sagt Heike Semelka, die sich nach der Corona-Pause ebenfalls schon sehr auf die Session freut. Sie räumt ein, zunächst über eine Absage nachgedacht zu haben. „Als wir gehört haben, dass die Planungen bei anderen laufen, war das für uns ein Signal.“

Ein Signal, dass vom Reeser Karnevals Verein RKV ausgegangen sein dürfte, der für die Organisation des Rosenmontagszuges zuständig ist. So wie es aussieht, wird er im kommenden Jahr durch die Innenstadt rollen. Vorsitzender Frank Schenk hält sich noch etwas bedeckt. „Bevor wir etwas verkünden können, müssen wir erst noch Gespräche mit der Stadt Rees führen“, sagt er. Im Hintergrund wird aber schon geplant. Auf der Homepage des RKV werden interessierte Teilnehmer um Rückmeldung gebeten.

Ähnlich sieht es in Haffen und Mehr aus. „Wir halten es wie im letzten Jahr: Wir planen und hoffen, dass wir dann auch loslegen können. Absagen können wir immer noch, wenn sich die Entwicklung wieder ändern sollte“, sagt Stefan Ophuysen vom Mehrer Karnevalsverein „4242 Rees 4“. Im vergangenen Jahr waren die Mehrer Narren, die letzten die ihre Veranstaltungen absagten. Für diese Session geht Ophuysen davon aus, dass es eine große Sitzung gibt und auch der Rosenmontagszug durch Haffen und Mehr rollen kann. „Unter welchen Bedingungen wird man dann sehen müssen.“

Für die Aktiven wäre eine Session auch unter Corona-Auflagen in Ordnung. Alles andere wäre schlecht für die Motivation. „Wenn wir noch eine Session aussetzen, wissen wir nicht, ob wir im nächsten Jahr noch eine Tanzgruppe hätten“, sagt Thomas Dierkes. Wie das Publikum eine Karnevalssitzung in Corona-Zeiten annehmen wird, weiß auch er nicht einzuschätzen. „Normalerweise haben wir ja drei Sitzungen, geplant sind diesmal aber nur zwei. Sollte der Kartenverkauf besonders gut laufen, schließe ich nicht aus, dass wir noch eine dritte Sitzung dranhängen“, sagt Dierkes.