Rees: Karl van Uem bleibt Vorsitzender der SPD

Rees : Karl van Uem bleibt Vorsitzender der SPD

26 Stimmberechtigte hatten sich im Kolpinghaus zur Jahreshauptversammlung des SPD-Ortsvereins Rees eingefunden. Der Vorstand wurde bei den Wahlen beinahe einstimmig bestätigt, somit bleibt Karl van Uem Vorsitzender, Stellvertreter sind Klaus Nattkamp und Hans Beenen.

Ortsvereinsvorsitzender Karl van Uem musste eingestehen, dass es im vergangenen Jahr "für uns Sozialdemokraten nicht viel Erfreuliches" gab; er kritisierte damit die Parteispitze auf Bundesebene. Gleichzeitig aber waren deren "interne Querelen" und "die Unentschlossenheiten" Grund für ihn, zum Gegenwirken in der Kommunalpolitik aufzurufen. So solle dem "Misstrauen und Verdrossenheit" die Stirn geboten werden. Hilfreich werden ihm da die 13 neuen Mitglieder sein. Diese Menschen seien politikinteressiert, egal, ob diese Politik in Rees, Düsseldorf oder Berlin gemacht werde.

Van Uem stellte ebenfalls lobend heraus, dass der Bevölkerung durch die Bemühungen Ortsvereins "eine Stimme gegeben" wurde in der Diskussion um die Zukunft der Reeser Welle. Eine Auskiesung dieses Areals mit den verbundenen landschaftlichen und ökologischen Schäden könne zwar nicht sicher verhindert werden, die Stadt Rees werde ihre Grundstücke allerdings nicht zu diesem Zwecke verkaufen. Insgesamt blieb die Verunsicherung um dieses Thema in den Reihen der Mitglieder allerdings den gesamten Abend lang weiterhin groß.

Für den Bericht aus der Fraktion, dem Kreistag und den Arbeitskreisen erläuterte der Fraktionsvorsitzende Peter Friedmann einige Themen. Ein Punkt war die weitere Verfahrensweise mit dem Reeser Schwimmbad. Er sei sicher, es sei ein "Glücksfall, dass wir das neue Hallenbad haben", er stellte jedoch ebenfalls klar "aber es muss auch funktionieren". In den vergangenen Wochen war es immer wieder zu Problemen mit den Filteranlagen gekommen. Diese seien nach holländischen Standards gebaut worden, in Deutschland reiche die damit erreichte Wasserqualität aber nicht aus. Hier solle die Baufirma weiterhin Sorge für Nachbesserung tragen. Besonders im Sommer mit mehr Badegästen sehe er sonst Probleme. "Wir sind für den Bau des Freibades, weiterhin", stellte er klar, räumte jedoch auch ein, dass eine langfristige Finanzierung der laufenden Kosten nicht einfach würde.

Wichtig war vielen Mitgliedern die Anbindung ans Glasfasernetz, bzw. deren Umsetzung. Besonders ältere Menschen würden alleine gelassen mit einer Technologie, die sie nicht verstünden. Die tatsächliche Installation bleibe ihnen damit unmöglich und das bei einer Maßnahme, die den Bürgern durch die Stadt explizit empfohlen wurde, so Vize-Bürgermeister Harry Schulz.

(jmw)
Mehr von RP ONLINE