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Rees: Kätzchen Melina ist tot

Rees : Kätzchen Melina ist tot

Das kleinere der beiden in Reeserward gefundenen Katzenbabys, Melina, lebt nicht mehr. "Bis Donnerstag hat sie nicht den Eindruck gemacht, dass es ihr schlecht geht und dass sie krank wäre", sagte gestern Stephanie Albrecht vom Katzenschutzverein Samtpfote, die die Tiere bei sich aufgenommen hatte, um sie aufzupäppeln. Donnerstag allerdings wurde Melina von Krämpfen geschüttelt, und die gerade erst geöffneten Augen zeigten keinen fokussierten Blick. In der Nacht zu Freitag starb sie in der Obhut eines Tierarztes.

Melina und Melissa waren — gerade mal höchstens einen Tag alt — in einer Mülltüte abseits eines Weges in Reeserward weggeworfen worden. Nur durch Zufall wurden sie von einer Spaziergängerin entdeckt. Melina war von Anfang an schwächer als ihre Schwester, musste zunächst mit Medikamenten behandelt werden und nahm auch langsamer zu.

Die Betreuer von Samtpfote glauben im Nachhinein, dass sie unter einer angeborenen, tödlichen Erkrankung der Nerven litt, die sich erst Donnerstag zeigte. "Nach den ersten Anzeichen ging's dann ganz schnell. Sie hatte keine Chance", meint Stephanie Albrecht.

Katzenschwester Melissa gehe es "bis jetzt gut. Ich hoffe, das bleibt so", so Albrecht. "Sie hat die Augen geöffnet, nimmt regen Anteil, tappst unter Aufsicht auch schon ein wenig in der Gegend herum." Ihre Schwester wird sie allerdings sehr vermissen. "Es ist für kleine Tierkinder gar nicht gut, wenn sie alleine sind."

Die Kleinen müssen herumbalgen, Sozialverhalten lernen, und sie brauchen Körperkontakt. Damit Melissa sich wenigstens an etwas ankuscheln kann, hat Stephanie Albrecht ihr ein kleines, weiches Stofftier in die Box gelegt. "Das ist jetzt der Ersatz — natürlich ist das dürftig", sagt sie. "Wenn es irgendwo noch so ein Flaschenkind gibt, wäre ich geneigt, sie dazu zu setzen."

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Auch wenn Melissa relativ stark ist, ist sie immer noch nicht über den Berg: "Sie ist ja auch erst drei Wochen alt. Da kann jeden Tag noch etwas passieren."

Von dem Kätzchen gibt es zwei neue Videos, zu sehen auf der Facebook-Seite des Vereins Samtpfote beziehungsweise über RP-Online.

(RP)