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Emmerich: Julien saß im Vierer-Wok hinter Elton

Emmerich : Julien saß im Vierer-Wok hinter Elton

Was für ein Wochenende für den Emmericher Gymnasiasten Julien Sommer! Er durfte bei der 11. Wok-WM, die in Oberhof in Thüringen ausgetragen wurde, im Vierer-Wok von Elton mitfahren. "Das war ein ganz besonderes Erlebnis", sagte er beeindruckt.

Wie berichtet, kam er im TV-Total-Voting um die "Wildcard" unter die ersten drei und wurde am Freitag zum Qualifying nach Oberhof eingeladen. "Wir machten uns um fünf Uhr morgens auf den Weg, denn wir sollten um Mittag da sein", erzählte der 19-Jährige. Da erfuhr er dann, wie der Qualifying-Wettbewerb ablaufen sollte.

Die Kandidaten mussten eine 15 Meter hohe Eisrampe im Wok hinunterfahren und dann einen möglichst weiten Sprung in ein Wasserbecken machen. Mit einem etwas verkniffenen Gesicht und einer Geschwindigkeit von über 40 Stundenkilometern landete der sportliche Emmericher im 27 Grad warmen Wasser. Sehr erfolgreich, wie sich zeigte: Mit 11,55 Meter fegte er die Konkurrenz zur Seite und hatte seinen Sitz als "Pfannenpilot" in Eltons Vierer-Wok sicher.

Trotz der etwas angespannten Miene hatte er aber keine Angst. "Die Fahrt war unglaublich, aber leider sehr kurz. Ich wäre am liebsten gleich noch einmal gesprungen", sagte er. Am Samstag durfte trainiert werden, für den Niederrheiner eine ganz neue Erfahrung, so einen Eiskanal herunterzusausen. Da durfte man schon ein bisschen Magengrummeln haben, denn immerhin werden Geschwindigkeiten von über 80 Stundenkilometer erreicht.

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"Aber es war dann doch nicht schlimm, ich fühlte mich ganz sicher und hatte viel Spaß dabei", berichtete Julien. Leider konnte nur eine Testfahrt durchgeführt werden, weil das Eis aufgrund des schönen Wetters etwas weich wurde und somit der Eiskanal gesperrt werden musste.

Am Abend wurde es dann spannend: Insgesamt elf Teams standen am Start, um den 1400 Meter langen mit 15 Kurven ausgestatteten Eiskanal von Oberhof hinunterzufahren. Jeder Wok durfte zweimal fahren, die beiden Zeiten wurden dann zusammengerechnet. Zunächst hieß es für Julien aber warten, denn als erstes fand der erste Durchgang der Einzel-Wok-Fahrer statt, danach der erste Lauf der Vierer-Woks. Und zwischendurch gab es immer wieder Live-Musik. Das "Deutschland II"-Team, dem Julien angehörte, startete als Sechster. Der Emmericher saß direkt hinter Elton, Timo Scheider und Sandra Rieß, die am Sonntag ihren 27. Geburtstag feierte, komplettierten das Quartett.

Den ersten Durchgang beendete "Deutschland II" auf Platz 6. Im zweiten Lauf waren sie dann noch fast eine Sekunde schneller und belegten in der Endabrechnung den fünften Platz. Nach der Siegerehrung — Stefan Raabs Team verteidigte den Titel im Vierer-Wok und Georg Hackl wurde wieder Einzel-Weltmeister - wurde dann natürlich gefeiert mit vielen Prominenten und Stars.

"Die waren alle total nett zu mir", sagte Julien Sommer am Sonntagmorgen am Handy, noch sehr müde, aber begeistert von dem Wochenende. "Wir waren erst um halb sieben im Bett. Bevor wir gleich die Heimfahrt antreten, treffen wir uns noch mit unserem Wok —Team und anderen Teilnehmern zum ausgiebigen Frühstück."

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(rl)