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Jürgen B. Haumann: Wieder größere Veranstaltungen im Bürgerhaus Rees

Kulturveranstaltungen in Rees : Im Bürgerhaus wird wieder gelacht

Kulturveranstaltungen in Rees kommen langsam wieder in Gang. Mit reduzierten Plätzen und Hygieneregeln finden im Bürgerhaus auch größere Veranstaltungen statt. Unter anderem am 18. August mit Jürgen B. Hausmann.

Das lange Warten hat ein Ende. Nachdem im Bürgerhaus Rees wegen Corona monatelang eine Veranstaltung nach der anderen abgesagt werden musste, füllt sich jetzt der Kulturkalender wieder langsam. Den Auftakt machten vor kurzem bereits der Halderner Musiker Joaquin Parraguez und die „Reeserviert“-Konzertreihe. In den nächsten Tagen geht es mit einem Exklusiv-Auftritt von Lukas Kepser (Samstag, 25. Juli) und Klavierkonzerten im Rahmen des Euregio-Studenten-Musik-Festivals weiter (28. und 29. Juli).

Gut 50 Kulturveranstaltungen sind in Rees in diesem Jahr coronabedingt abgesagt worden, davon alleine etwa 20 im Bürgerhaus. „Wir sind froh, dass wir jetzt langsam wieder ein Programm anbieten können“, sagt Kulturamtsleiterin Sigrid Mölleken. Einige Termine, wie beispielsweise die zehn Konzerte umfassende Reihe „Tage der Musik“ mussten ersatzlos gestrichen werden. Für andere Veranstaltungen ließen sich Ersatztermine finden. Beispielsweise für das im Frühjahr angesetzte Kindertheaterstück „Max Wolke – Traumreparaturen aller Art“, das jetzt am 20. Dezember stattfinden wird. Oder für den im März abgesagten Comedy-Termin des Fußballexperten Sven Pistor, der nun am 3. September nachgeholt werden soll (Karten behalten ihre Gültigkeit). Gleiches gilt auch für den Kabarettauftritt von „Basta“, der von Mai auf den 15. Oktober geschoben werden musste.

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Bei allen Veranstaltungen im Bürgerhaus müssen natürlich Hygiene- und Abstandsbestimmungen eingehalten werden. Auch sollen die Personalien der Gäste nachverfolgbar sein. Die Stadt unterscheidet dabei zwischen kostenfreien Veranstaltungen und jenen, bei denen Eintritt verlangt wird. „Bei denen ohne Eintritt müssen sich Besucher vorab in der Touristen-Info anmelden, außerdem ist die Zuschauerzahl auf 100 begrenzt“, erklärt Sigrid Mölleken. Das entspreche in etwa auch der Besucherzahl, mit der für diese Veranstaltungen zu rechnen sei.

Bei Veranstaltungen, für die Eintrittskarten notwendig sind, wird das Kontingent auf 299 bestuhlte Plätze aufgestockt, normalerweise können rund 500 Menschen im Bürgerhaus Platz finden. Vorab registrieren lassen brauchen sich die Besucher nicht, dafür müssen sie aber am Veranstaltungstag kleine Kärtchen mit ihrer Adresse ausfüllen, die auf den Stühlen hinterlegt und dann eingesammelt werden.

Sigrid Mölleken freut sich schon besonders auf eine Veranstaltung, die bis vor kurzem noch gar nicht im Reeser Kulturkalender vorgesehen war. Denn endlich darf im Bürgerhaus auch wieder gelacht werden, wenn Jürgen B. Hausmann am 18. August mit dem Sommer-Special „Nix vi-rus?!“ nach Rees kommt und den ganz normalen Corona-Alltag auf die Schippe nimmt: von der Jagd auf das Klopapier, über die Tücken der Masken bis hin zu den Schwierigkeiten, wenn man als Familie ständig zusammen ist: „Wat will man sich denn erzählen, wenn man nix erlebt und immer zusammen ist?!“

Verzichten müssen Kulturfreunde in diesem Jahr allerdings auf die Marktkonzerte unter freiem Himmel. „Da wären die Publikumsströme nur schwer zu kontrollieren gewesen“, sagt Sigrid Mölleken. Stattdessen wurden die Auftritte ebenfalls ins Bürgerhaus verlegt. Zum Beispiel der der „Akkustik-Helden“ am 28. August.

Und den 6. September können sich Klassikfreunde im Kalender schon einmal dick anstreichen. Dann findet im Bürgerhaus nämlich bereits das nächste „Reeserviert“-Konzert statt.