Joaquin Parraguez aus Rees von DSDS-Jury mit Lob überschüttet

Reeser Musiker ist im DSDS-Recall : Joaquin Parraguez mit Lob überschüttet

Noch ehe der 19-jährige Gitarrist aus Haldern einen einzigen Ton anstimmen konnte, hatte er ein Ja von Pop-Titan Dieter Bohlen. Mit Frank Sinatras „Fly Me To The Moon“ haute er auch den Rest der DSDS-Jury um. Nun geht es in den Recall.

Joaquin Parraguez hat es geschafft. Er ist in der nächsten Runde von „Deutschland sucht den Superstar“. Den gelben Recall-Zettel bekam er vom Pop-Titanen Dieter Bohlen persönlich überreicht. „Das war gigantomanisch mit der Gitarre“, lobte der DSDS-Juror. „Du bist der beste Gitarrist, der jemals bei einer Castingshow aufgetreten ist. Das war weltklasse.“

Die Castingshow „Deutschland sucht den Superstar“ ging am vergangenen Samstag in die 16. Runde. In der zweiten Folge, die am Dienstag bei RTL ausgestrahlt wurde, war der junge Mann aus Haldern dabei. Joaquin Parraguez ist 19 Jahre alt und machte im vergangenen Jahr sein Abitur am Weseler Andreas-Vesalius-Gymnasium, wo er in der Percussions-AG, als Aushilfssänger in der Big-Band, im Chor und im Orchester aktiv war. Sein beruflicher Plan: Etwas mit Musik. Demnächst möchte er eine Ausbildung zum Mediengestalter Bild und Ton in Köln beginnen. Und vielleicht wird er nach DSDS auch als Sänger und Gitarrist durchstarten.

Seine familiären Wurzeln liegen in Chile und die Musik wurde ihm quasi in die Wiege gelegt. Schon seine Eltern sind Berufsmusiker. „Ich habe verschiedene Instrumente gelernt, die in Chile gespielt werden“, sagte Joaquin, als er sich der Jury vorstellte. „In der Familie wird oft gemeinsam Musik gemacht.“ Mit acht Jahren hatte er seinen ersten Auftritt gemeinsam mit seinen Eltern, da spielte er Percussions. Das Klavierspiel beherrscht er auch, Gitarre spielt er seit mehr als zehn Jahren. Musik bestimmt sein tägliches Leben, das zeigt auch das Notenschlüssel-Tatoo am rechten Unterarm. Joaquin hat ein kleines Tonstudio zuhause, verdient mit der Musik bereits etwas Geld. „Ab und zu trete ich auf Hochzeiten auf“, erzählte er. In Wesel, wo er aufgewachsen ist, ist er regelmäßig samstags vor dem Kaufhof zu sehen, wo er sich als Straßenmusiker ein paar Euro verdient. Damit will er unter anderem seinen Führerschein und neue Instrumente finanzieren.

Mit „Fly Me To The Moon“ von Frank Sinatra überzeugte er die Jury. „Eine gute Auswahl“, lobte Bohlen. „Was gibt es Schöneres, als nachts am Strand zu liegen, eine Flasche Wein dazu und dann diese Musik.“ Als Joker wählte Joaquin den Pop-Titan aus. „Wenn ich ihn knacke, dann fühle ich mich wohl“, sagte der junge Musiker, der seit drei Jahren mit seiner Familie in Haldern wohnt.

Souverän, ohne Anzeichen von Nervosität, sang er den Song und spielte dazu virtuos auf der Gitarre. Neben Bohlen hörten auch die anderen Juroren, Xavier Naidoo, Pietro Lombardi, der selber bei DSDS entdeckt wurde, und Profitänzerin Oana Nechiti, aufmerksam zu. Es ist seine Art Gitarre zu spielen, die alle in ihren Bann gezogen hat: locker, leicht und voller Leidenschaft für sein Instrument. Wurden fast alle Vorträge der Sänger im Vorfeld unterbrochen – Joaquin hatte an diesem Abend den letzten Auftritt – so hörte sich das Jury-Quartett sein Lied bis zum Schluss an.

„Von mir hast du auf jeden Fall ein Ja“, sagte Juryboss Bohlen. Und auch die anderen drei stimmten sofort zu, den jungen Musiker mit in den Recall zu nehmen. Nur die besten Sänger schaffen es eine Runde weiter. Im verschneiten Ischgl müssen die DSDS-Anwärter dann beweisen, wer von ihnen wirklich das Zeug zum Superstar hat, bevor es anschließend für die besten Talente in den abenteuerlustigsten Auslands-Recall weiter nach Thailand geht. Wir sind gespannt, wie weit Joaquin kommt und drücken ihm auf jeden Fall die Daumen.

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