Isselburg: Isselburgs erste Pastoralassistentin

Isselburg : Isselburgs erste Pastoralassistentin

Maria Thier aus Dingden absolviert in der Pfarrei St. Franziskus in Isselburg eine vierjährige Ausbildung zur Pastoralreferentin.

Mit 45 Jahren wagt Maria Thier einen neuen Schritt. Die Ehefrau, dreifache Mutter und gelernte Buchhalterin aus Dingden absolviert noch einmal eine Ausbildung - und zwar in der Pfarrei St. Franziskus in Isselburg. Vier Jahre lang wird sie hier das Seelsorgeteam unterstützen. Denn so lange dauert die Ausbildung zur Pastoralreferentin. Vorwiegend praktisch wird Thier nun in der Pfarrei ausgebildet.

Als Pastoralassistentin, so wird eine Pastoralreferentin in der Ausbildung genannt, wird sie fortan oft zusammen mit Ilka Schmeing unterwegs sein. Diese ist schon seit 23 Jahren Pastoralreferentin und weiß, wie Seelsorge ganz praktisch in der Gemeinde funktioniert. "Die Theorie wird in vielen Seminaren dann in Münster vermittelt", sagt Schmeing, die fortan als Mentorin Thier mit Rat und Tat zur Seite stehen wird.

Maria Thier freut sich, dass sie ihre Erfahrungen in der Isselburger Pfarrei sammeln darf. Denn Thier ist eigentlich in Anholt aufgewachsen. "Eine Verbundenheit ist daher schon da", sagt die 45-Jährige. Eine große Verbundenheit pflegt sie auch zu Gott. "Die Verbindung zu ihm nun im Job zu haben, macht mir großen Spaß", erklärt die Pastoralassistentin, die seit 1. August offiziell beim Bistum angestellt ist. In Dingden, wo sie schon lange Zeit lebt, hat sie lange Jahre als Küsterin gearbeitet. "Die Arbeit im Büro ist zwar schön, aber erfüllte mich persönlich nicht", so Thier. Sie wollte eine Veränderung.

Ihr Umfeld bestärkte sie, die Ausbildung zur Pastoralreferentin zu machen. Ein einjähriger Bewerbungsprozess folgte, bis endlich die Zusage kam. In ihrem ersten Ausbildungsjahr wird Thier vor allem eines: "Zugucken", sagt sie. Erst ab dem zweiten Ausbildungsjahr tritt Thier dann auch praktisch in Erscheinung.

Nicht nur Praxiserfahrung wird die angehende Pastoralreferentin in der Pfarrei St. Franziskus sammeln. Neben den Theoriestunden in Münster muss sie auch ein Fernstudium der Theologie absolvieren. Auch ein pädagogischer Teil wird sich hier anschließen. "Denn Pastoralreferenten haben eigentlich am Ende der Ausbildung auch die Befähigung, Religionsunterricht zu erteilen", so Ilka Schmeing.

Doch das ist nur ein kleiner Teil dessen, was eine Pastoralreferentin macht. "Letztlich gehören später zu meinen Aufgaben alle seelsorgerischen Dienste, die ein Laie tun darf", sagt Thier.

Übrigens: Maria Thier ist in der Pfarrei St. Franziskus ein Novum. "Denn eine Pastoralassistentin hatten wir hier in Isselburg noch nie", so Schmeing. Mit Thier ist nun aber eine schöner Anfang gemacht. Im September wird sich die neue Pastoralassistentin auch persönlich den Gemeinden vorstellen.

(seul)