Isselburg: Isselburg: Wüst (CDU) holt alle Stimmbezirke

Isselburg : Isselburg: Wüst (CDU) holt alle Stimmbezirke

Die Ergebnisse vom Bürgerhaus Vehlingen waren rund eine Stunde nach Schließung der Wahlbüros die ersten, die übermittelt wurden. Gegen 21 Uhr lagen dann die vorläufigen Endergebnisse aus allen acht Wahlbezirken vor. Und diese zeigen deutlich: Hendrik Wüst ist der Gewinner in Isselburg. In jedem der sieben Stimmbezirke und auch bei den Briefwahlen hat der Direktkandidat der CDU aus Rhede die meisten Stimmen bekommen. So konnte Wüst am Ende des Wahlsonntags jubeln und sich mit "Vielen Dank" für 39.000 Stimmen im gesamten Wahlkreis Borken I bedanken.

Der bisherige und künftige Landtagsabgeordnete lag mal deutlich und mal knapp vor seiner Herausforderin Nina Andrieshen (SPD) aus Bocholt, die im Kindergarten in Werth arbeitet. Vor allem im Stimmbezirk Werth/Herzebocholt holte Andrieshen 42,3 Prozent der Stimmen und lag hier sehr knapp hinter Wüst. " Auch wenn es nicht hat sollen sein, ich werde weiter kämpfen für soziale Gerechtigkeit!", so die Erzieherin, die in einem Statement nicht verschwieg, dass der 14. Mai "ein bitterer Tag für die NRW-SPD" war. Auch Dr. Theo Beine, Fraktions-Chef der Isselburger SPD, will mit seinen Genossen noch einmal die Wahl Revue passieren lassen. Er ist sich sicher: "Wir vor Ort haben eine gute Politik gemacht. Wir lassen uns Zeit für die Analyse und überlegen, was wir auf Ortsebene für die Bundestagswahl besser machen können."

Das gute, landesweite Ergebnis der FDP zeichnet sich auch in den Wahlergebnissen in Isselburg ab. Bei den Erststimmen für Kandidat Bastian Nitsche kam die Partei durchweg auf über fünf Prozent - in Heelden waren es sogar 12,2 Prozent der Stimmen. Darüber freute sich auch das FDP-Ratsmitglied Johannes Epping aus Heelden. "Die Heeldener sehen, dass die FDP im Bund, Land und vor Ort immer am Ball bleibt und sich engagiert. Die FDP hält, was sie verspricht. Andersrum hat doch wohl jeder bemerkt, dass Rot/Grün für NRW nicht gut ist", so Epping.

Bei den Zweitstimmen kam auch die Alternative für Deutschland (AfD), die zum ersten Mal in NRW antrat, auf ein Ergebnis von 5,1 Prozent. Vor allem im Stimmbezirk Isselschule II bekamen AfD, Linke und Freie Wähler bei den Erststimmen ihre besten Ergebnisse.

Die Wahlbeteiligung am Wahlsonntag lag deutlich höher als bei den Wahlen 2012. Damals gaben 58,2 Prozent der Isselburger ihre Stimme ab, nun 67,8 Prozent.

(seul)