Isselburg investiert ins Ärztenetzwerk Bohris

Rat bewilligt 2000 Euro jährlich : Isselburg investiert ins Ärztenetzwerk Bohris

2000 Euro sollen jährlich in die Kooperation von Medizinern aus Bocholt, Rhede und Isselburg fließen.

Im April wird Geburtstag gefeiert. Seit drei Jahren gibt es dann das Ärztenetz Bohris, also den Zusammenschluss ambulant tätiger Haus- und Fachärzte sowie Psychotherapeuten in Bocholt, Rhede und Isselburg. Die beteiligten Ärzte und Psychotherapeuten haben es sich zur Aufgabe gemacht, die medizinische Versorgung der Bevölkerung in den Städten auch in Zukunft zu gewährleisten.

Dazu soll insbesondere die Zusammenarbeit der Ärzte und Psychotherapeuten in der Region verbessert und ärztlicher Nachwuchs gewonnen werden. Mittlerweile läuft die Kooperation gut. So gut, dass nun weitere Kooperationen mit verschiedenen Partnern angestrebt werden, die als Akteure im Bereich der medizinischen Versorgung tätig sind, wie nun Frank Schaffeld, Fachbereichsleiter bei der Stadt Isselburg, erklärte. Einer der ersten Partner, mit dem aktuell Gespräche geführt werden, ist das Klinikum Westmünsterland. Darüber hinaus bestehen bereits Kontakte zu verschiedenen Universitäten, die weiter ausgebaut werden sollen. Die Kooperation soll zu Synergieeffekten führen sowie ärztlichen Nachwuchs fördern und akquirieren.

Mittlerweile wird die Arbeit mehr und intensiver im Netzwerk. Die unterschiedlichen Maßnahmen haben auch einen gewissen finanziellen Aufwand zur Folge. Und über diesen musste nun die Isselburger Politik im Sozialausschuss entscheiden. 2000 Euro jährlich sollen dafür im Haushalt der Stadt Isselburg bereitgestellt werden.

„Schon beim Beitritt in das Netzwerk hatten wir Bedenken“, sagte FDP-Chef Kevin Schneider. Bislang hätte sich erst ein neuer Hausarzt in Isselburg angesiedelt. „Und das ist auch mehr auf das Engagement des Bürgermeisters als auf das Netzwerk zurückzuführen.“ Er wollte von der Verwaltung wissen, wie hoch eigentlich der Nutzen für Isselburg durch Bohris sei.

„Dank Bohris sind wir präsent“, erklärte Schaffeld. Man würde als Stadt wahrgenommen – der Name Bohris sei mittlerweile bekannt. „Selbst im NRW-Gesundheitsministerium“, unterstrich Schaffeld. Zudem spreche allein für das Netzwerk, dass binnen kürzester Zeit die Anzahl der Mitglieder von zwölf auf 52 Ärzte aus 15 Fachrichtungen gestiegen sei. „Wir können zudem in unserem Gebiet feststellen, dass trotz einiger Praxisaufgaben, die ärztliche Versorgung weiterhin aufrecht erhalten werden konnte“, so Schaffeld. Gerade im ländlichen Raum, sei dies nicht immer so.

Letztlich sprachen sich alle Politiker einstimmig dafür aus, 2000 Euro für die Arbeit im Ärztenetz jährlich bereitzustellen.

(seul)