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Emmerich: Irres Geschenk: Wohin damit?

Emmerich : Irres Geschenk: Wohin damit?

In den 80er Jahren stand ein Riesen-Eimer auf der Landzunge an der Hafeneinfahrt. Steht dort bald wieder so ein großes Teil? Die Diskussion um das Geschenk der Prinzen-Garde hat begonnen.

Bürgermeister Johannes Diks traute seinen Augen nicht: Fünf Meter hoch und 3,80 Meter breit ist der neue XXL-Eimer, den die Garde von Prinz Friedhelm I. und Prinzessin Lisa I. (Langanke) dem Stadtoberhaupt auf ihrer Proklamation schenkte. Wie berichtet, war das neue Wahrzeichen der Stadt vor den Eingang des Stadttheaters gefahren worden. Nicht wenige meinten spontan, dass der Eimer wieder auf der Landzunge an der Hafeneinfahrt stehen müsste (siehe "Info"). Wie früher.

Eine Möglichkeit, die Johannes Diks nicht ausschließt, aber nicht gerade favorisiert. "Wir haben mittlerweile alle Genehmigungen vom Wasser- und Schifffahrtsamt erhalten, um dort den alten Frachtkrahn nach einer Sanierung aufzustellen", so der Bürgermeister gegenüber der RP.

Eine Variante, die Diks als Vorsitzender des Vereins "Stadtbild", der sich beispielsweise um die erneute Beleuchtung der Rheinbrücke kümmert, bevorzugt. Für den 600 Kilogramm schweren Eimer hat er aber auch schon ein paar Standorte im Visier.

Favorit scheint die Promenade zu sein — dort, wo auf Höhe der Fährstraße der Flanierweg samt Geländer endet. Fußgänger gehen hier automatisch runter zum Fährtor. Übrig bleibt eine dreieckige Fläche — mit Blick auf die Rheinbrücke. "Das wäre doch ein tolles Fotomotiv", so Diks.

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Doch auch der Alter Markt — dort, wo nicht geparkt wird, kombiniert mit einer Sitzbank — der Rheinpark, die Kribbe am Sandstrand unterhalb von St. Martini oder auch das Regenüberlaufbecken wurden bei der Proklamation genannt. Wobei nicht selten auch die Angst vor Vandalismus zu hören war.

Was schade um den gigantischen Eimer wäre, den ein Teil der Garde in wochenlange Arbeit unter Federführung von Maschinenbaumeister Manfred Tebaay (Probat) in ihrer Freizeit gebaut hat.

Vorausgegangen war übrigens die Kommunion des Sohnes des neuen Prinzenpaares, auf der die Idee für den Nachbau des Wahrzeichens geboren wurde. "Schließlich wollten wir der Stadt zu unserem Amtsantritt ja auch ein Geschenk machen", erklärt Langanke.

Emmerichs neuer Karnevalsprinz selbst sagt übrigens nichts zu seinem Standort-Favoriten für den Eimer. Nur soviel: "Er muss als Wahrzeichen gut sichtbar sein."

rp-online.de/emmerich

Hier geht es zur Bilderstrecke: Prinzenproklamation

(RP)