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Emmerich: Interaktive Brause

Emmerich : Interaktive Brause

Katjes beschreitet neue Werbepfade im Internet. Für die verschiedenen Geschmacksrichtungen von Ahoj-Brause wurden jetzt Figuren erfunden, die im Web interaktiv um die „Waldmeisterschaft“ antreten.

Waldemar Meister ist ein naturverbundener Bursche. Er kann mit Pflanzen sprechen und sie dressieren. Ganz nebenbei ist er in der Lage, zu wachsen wie er will. Waldemar Meister ist also sozusagen der Größte, natürlich nur, wenn er Ahoj-Brause getrunken hat. Mit Waldmeistergeschmack, versteht sich.

Mit seinen Freunden bevölkert die neue Werbefigur die „Ahoj-Inseln“. Die sind im Internet zu finden und Bestandteil einer neuen Werbekampagne, die das Mutterhaus der Brause, nämlich Katjes, in Auftrag gegeben hat. Morgen fällt der Startschuss zum Beginn der „Waldmeisterschaft“, einem interaktiven Wettbewerb, bei dem die Spieler auch Preise gewinnen können. Flankiert wird die Kampagne von Fernsehspots, auch Sammelbilder und Alben gehören dazu. „Uns ging es darum, etwas anzubieten, an dem man sich aktiv beteiligen kann“, erklärt Heiner Wolter, Marketing-Chef von Katjes. Die neue Promotion soll jetzt das ganze Jahr über laufen.

Ersonnen wurde sie von der Agentur „Sommer & Sommer“ aus Süddeutschland. Die Idee: „Jede Geschmacksrichtung hat einen eigenen Charakter, eine Figur, verliehen bekommen“, sagt Wolters. So gehen neben Waldemar Meister noch seine Freunde „Himbert“ (Himbeere), „Zitty“ (Zitrone), „Orangella“ (Orange) und „M.C. Cole Dogg“ (Cola) ins Rennen. Ihr Ziel: Die „Ahoj-Inseln“ gegen die „schwarzen Piraten“ oder die „miesen Mutanten“ zu verteidigen.

Voll im Trend

Das jedenfalls ist die Geschichte, die um die Kampagne herum gesponnen wurde. Im Internet selbst geht es dann darum, die Figuren durch verschiedene Spielebenen zu bewegen. Sie können hüpfen, sich ducken und Brausepatronen verschießen. Katjes/Ahoj liegt damit voll im Trend. Werbung im Web ist ein Markt mit Wachstumsraten. „Die Verknüpfung von Internet mit klassischen Medien stellt die zentrale Zukunft der Werbung dar, die große Einsatzmöglichkeiten in sich birgt“, sagt Volker Nickel. Für den Geschäftsführer des Zentralverbandes der Deutschen Werbewirtschaft wird diese Entwicklung immer offenkundiger, wenngleich sie im Moment noch überraschend selten genutzt wird. „Übers Internet reden alle, aber verglichen am gesamten Aufkommen in Deutschland, machen Internet-Werbung und -Promotion hierzulande derzeit gerade einmal zwei bis drei Prozent aus“, schätzt Nickel.

Seiner Ansicht nach wird sich dieses Verhältnis bald verschieben, doch werden die klassischen Werbeträger wie Zeitung, Radio oder TV auch langfristig Bestand haben.

(RP)