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Emmerich: Innenstadt ist ab sofort Tempo-30-Zone

Emmerich : Innenstadt ist ab sofort Tempo-30-Zone

Seite gestern ist die ganze Innenstadt eine einzige, große Tempo-30-Zone. Autofahrer aufgepasst: Überall gilt "rechts vor links". Das Parken ist nur noch auf gekennzeichneten Stellplätzen erlaubt. 63 Verkehrsschilder wurden "abgeholzt".

Betroffen ist der gesamte Bereich "zwischen den Wällen", also so gut wie die ganze Innenstadt. Ausgenommen sind natürlich die Fußgängerzone und die Rheinpromenade. Aber auf der Steinstraße beispielsweise sind jetzt theoretisch 30 Stundenkilometer erlaubt. Und überall gilt jetzt "rechts vor links". Autofahrer müssen alte Vorfahrtstraßen-Regelungen, an die sie sich gewöhnt haben, also aus dem Kopf bekommen.

Die Neuregelung war schon 2013 beschlossen worden. Sie soll das bisherige Sammelsurium aus Verkehrsregelungen ablösen und den Innenstadtverkehr damit übersichtlicher gestalten. Früher gab es im Innenstadtbereich nämlich neben den Tempo-50-Straßen eine kleinere 30-er Zone, zwei Tempo-30-Strecken, zwei Tempo-20-Strecken, fünf "verkehrsberuhigte Bereiche" und eine Halteverbotszone.

"Diesen Flickenteppich - hier darf ich 20 fahren, hier 30, hier 50 - den gibt es jetzt nicht mehr", sagte Bürgermeister Johannes Diks gestern bei der Präsentation der neuen Regeln. "Der ganze Schilderwald, den wir hier hatten, ist weitestgehend entfernt worden."

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Bis einschließlich Donnerstag hatten Mitarbeiter der Kommunalbetriebe alle nun überflüssigen Straßen-Markierungen und Verkehrsschilder entfernt und, wo nötig, neue Markierungen aufgemalt und Schilder aufgestellt. Insgesamt gibt es jetzt 63 Verkehrszeichen weniger. Dafür stehen an allen Eingangsstraßen in die Tempo-30-Zone die neuen Hinweise.

Im gesamten Bereich gilt jetzt auch ein "eingeschränktes Halteverbot". Das heißt: Man darf zum Ein- und Aussteigen drei Minuten halten. Das sollten Autofahrer im Hinterkopf haben, denn alle weitere Beschilderung dazu wurde abgebaut. Nur absolute Halteverbote bleiben besonders gekennzeichnet.

Wo früher einfach so am Straßenrand geparkt werden durfte, wurden extra Parkplätze markiert. "Der Politik war wichtig, dass nicht ein einziger Parkplatz wegfällt", betonte Emmerichs Beigeordneter Dr. Stefan Wachs. Es gibt auch keine neue Verkehrsführung, also keine neuen Sperrungen oder Einbahnstraßenregelungen: "Es kann so gefahren werden, wie bisher auch."

Die Einrichtung der Tempo-30-Zone sei "eine Menge Arbeit gewesen", betonte Johannes Diks. Das ganze Projekt lief in Abstimmung mit dem Straßenverkehrsamt in Kleve, es gab Begehungen mit Polizei, Fachleuten der Stadt und Vertretern der Kommunalbetriebe. Gekostet hat die Umsetzung 17000 Euro. Auf Dauer wird die Stadt einiges von dem Geld wieder hereinholen können, weil 63 Schilder weniger instandgehalten werden müssen.

(RP)