Emmerich: Impulse für die Seelsorgeeinheit

Emmerich : Impulse für die Seelsorgeeinheit

In St. Christophorus/St. Johannes, der Täufer werden Veränderungen angestrebt. Gläubige können sich einbringen. Wilhelm Heek wechselt von Emmerich nach Marl. Seine Nachfolge ist noch offen.

Gut 14.000 Christen sind in der Seelsorgeeinheit St. Christophorus/St. Johannes, der Täufer seit nunmehr zehn Jahren zusammengefasst. "Noch ist hier nicht alles zusammengewachsen", hat Stadtpfarrer Bernd de Baey erkannt. Weiterhin gäbe es immer noch große Gegensätze. "Da braucht es noch ganz viele Gespräche und wir müssen lernen, mit Konflikten produktiv umzugehen."

Eine Möglichkeit, die Gegensätze zu überwinden und Kirche selbst zu gestalten, bietet sich am 4. Februar bei einer Projektwerkstatt im Theodor-Brauer-Haus (11 bis 14 Uhr). "Dazu sind alle eingeladen, die sich nicht dauerhaft, aber vielleicht bei einzelnen Projekten einbringen wollen", erläutert Ursula Otten, Vorsitzende des Rates der Seelsorgeeinheit. Ergebnisoffen sollen Anregungen und Ideen gesammelt werden, die nicht unbedingt die Liturgie betreffen müssen. So könne es auch um musikalische oder soziale Projekte gehen, um Senioren, Jugendliche oder Flüchtlinge - kurz, um alles, was die Seelsorgeeinheit betrifft. "Wir suchen Vorschläge von der Basis, Impulse von außen, dann lebt auch die Gemeinde", sagt Otten.

Lebendig soll es auf jeden Fall auch in der bald anstehenden Fastenzeit zugehen. Die Tradition der Fastenpredigten wird wieder aufgegriffen. Ab Aschermittwoch wird das Fastentuch das Schrottkreuz in Heilig-Geist verhüllen, dort findet an diesem Tag auch der zentrale Gottesdienst zur Fastenzeit statt (19 Uhr). Weitere Aktionen sind am 5. März mit einem musikalischen Impuls und der Gruppe "Twende" (17 Uhr) und am 26. März mit der Lesung von Sebastian Aperdannier "Die Nacht im Ölgarten" geplant (17 Uhr). Am 2. April kommt dann auch Weihbischof Geerlings nach Emmerich. In Heilig-Geist wird er den regulären Gottesdienst und um 17 Uhr eine Fastenpredigt halten. Geerlings, der aus Emmerich stammt und und aufgrund einer Krankheit letztes Jahr nicht an den Jubiläumsfeierlichkeiten von Heilig-Geist teilnehmen konnte, freue sich schon sehr auf diesen Tag, so Pfarrer Bernd de Baey.

Weniger gute Nachrichten gibt es rund um die personelle Situation in der Seelsorgeeinheit: Mitte März wird Wilhelm Heek, der seit Oktober 2015 für das Krankenhaus zuständig war, Emmerich auf eigenen Wunsch verlassen und nach Marl zurückkehren, wo er seine "Traumstelle" antreten könne, so Pfarrer de Baey. Die Nachfolge sei noch nicht geregelt, mit dem Bistum würden Gespräche geführt. Ab 1. Februar wird Pastoralreferentin Iris Hannen für die Altenheime Augustinus und Willikensoord plus das Krankenhaus verantwortlich zeichnen, allerdings nur in zeitlich begrenzter Form mit zehn Stunden pro Woche. Ihre Tätigkeit in der Beratungsstelle für Ehe-, Familien- und Lebensfragen wird sie fortsetzen.

Weitere Punkte, die in diesem Jahr für die Seelsorgeeinheit noch anstehen: Am 11. und 12. November findet die Neuwahl des Rates der Seelsorgeeinheit statt. Bislang ist das für vier Jahre gewählte Gremium noch mit jeweils zwei Vertretern der sieben Kirchausschüsse besetzt. Neu ist, dass man jetzt schon ab 14 Jahre wählen kann. Aufstellen lassen können sich Interessierte ab 16 Jahre.

Bis zu den Neuwahlen möchte die Seelsorgeeinheit zudem den vom Bistum eforderten Pastoralplan aufstellen. In ihm soll das Profil der Kirche durch eigene Schwerpunkte geschärft werden. Ein ständig fortlaufender Prozess: "Der Pastoralplan ist Richtschnur für die nächsten Jahre", so Ursula Otten.

Am 13. Mai findet um 13.30 Uhr in Münster die Auftaktveranstaltung zum Katholikentag 2018 in Münster statt. Die Pfarrgemeinde möchte einen Bus chartern. Infos unter www.katholisch-emmerich.de.

(RP)
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