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Im Sommer wird de wette Telder in Emmerich weiter saniert

Ältestes Haus der Stadt : Wette Telder: Im Sommer geht’s weiter

Der Klever Architekt Barend van Ackeren hat der Stadtverwaltung einen Bauzeitenplan für das älteste Haus der Stadt vorgelegt.

Die Sanierung des ältesten Hauses der Stadt geht im Sommer weiter. Das sieht der Plan des Klever Architekten Barend van Ackeren für das Gebäude „de wette Telder“ vor. Das erklärte Stadtsprecher Tim Terhorst auf Nachfrage. Die Rede ist von Juli oder August.

Die Sanierung des Hauses liegt bekanntlich seit Dezember 2019 in neuen Händen: van Ackeren hat den Auftrag von der Stadt Emmerich für „de wette Telder“ e bekommen. Zuvor hatte  hatte der Emmericher Architekt Michael Faulseit den Auftrag im September 2019 aus persönlichen Gründen zurückgegeben. Die Arbeiten hatten sich verzögert, ein besonderes Hindernis stellt die Statik des Gebäudes dar.

Die Stadt hat parallel Gespräche mit der Bezirksregierung in Düsseldorf geführt. „Die bewilligten Zuschüsse für die Sanierung des Hauses und den Umbau müssen nicht zurückgegeben werden“, so Terhorst Ende 2019.

Dass Emmerich in Düsseldorf nachfragen muss, hat einen einfachen Grund. Aus einem Sonderprogramm des Bundesumweltministeriums werden Erwerb, Instandsetzung und Ausstattung des Baudenkmals zu einer Bildungs- und Begegnungsstätte mit Familienbüro gefördert. 1.138.539 Euro waren bislang veranschlagt. Hiervon trägt der Bund 75 Prozent, das Land 15 Prozent und die Stadt zehn Prozent. Barend van Ackeren will der Stadt nun eine neue Planung für Bauzeiten und Kosten vorlegen, so Terhorst.

  • Isabell van Ackeren ⇥Foto: UDE
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Im Januar 2019 hatte die Baufirma Brouwer aus Emmerich mit den Sanierungsarbeiten begonnen. Doch schon bald zeigte sich, dass das alte Haus eine echte Herausforderung ist. Die Planung aus 2017 sah vor, dass die Giebel an der Vorder- und Rückseite während der Bauphase mit Stahlbändern gehalten werden, damit sie nicht herunterfallen. Mittels der Stahlbänder sollten sich die verbundenen Giebel gegenseitig stützen. Das allerdings, so die Erkenntnisse heute, reicht nicht aus.

Die Maßnahmen müssen umfangreicher sein. Es reicht nicht aus, dass während der Bauphase die vordere und hintere Fassade abgestützt werden, wie dies ursprünglich ausreichend erschien. Mehrere Maßnahmen sollen gleichzeitig ineinandergreifen, so das das Haus nicht einstürzen kann, so Stadtsprecher Tim Terhorst.

Für diesen Zweck müssen einige Arbeiten neu ausgeschrieben werden, so dass sich der Neustart der Arbeiten noch in den Sommer hineinziehen kann. Dann wäre immerhin ein Ende der Arbeiten irgendwann absehbar.

Zur Erinnerung: Die Sanierungsarbeiten am und im „wette Telder“ begannen im Januar 2019.