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Isselburg: "Illegaler Müll": CDU-Chef kriegt Ärger

Isselburg : "Illegaler Müll": CDU-Chef kriegt Ärger

Ulrich Gühnen wurde beobachtet, wie er Grünabfall entsorgte. "Das waren nur ein paar Teichpflanzen", sagt er.

In einem Brief an die Redaktion haben Heike und Gunnar Menstell auf wenig erfreuliche Zustände am Baugebiet Paßhof hingewiesen. "Die Danziger Straße, die das Baugebiet Passhof 1 und das Baugebiet Passhof 2 teilt, verkommt mittlerweile zur wilden Müllkippe. Es ist erschreckend zu beobachten, wie unbekümmert diverser Müll und Abfall von neu gestalteten Vorgärten, Bauschutt mit Beton, Holzabfälle mit Nägeln, ganze Bäume und Pflanzen, Holzzäune und Hecken-und Grasschnitte sowieso, am Straßenrand zur Danziger Straße/Paßhof 2 wie selbstverständlich illegal entsorgt werden", heißt es darin. Das Gebiet mutiere immer mehr zur Müllhalde.

Besonders erregt es sie, dass sie beobachtet haben, dass selbst der CDU-Stadtverbandsvorsitzende Ulrich Gühnen zu den Umweltsündern zähle. Sie haben es genau notiert: "Am Donnerstag, den 5. Juni 2014 um 16 Uhr kippte er eine Schubkarre mit einem dicken Baumstumpf, diversen Bauschutt bzw. Restmüll und eine Yuccapalme an den Straßenwall der Danziger Straße. Auf persönliche Ansprache, dass dies nicht in Ordnung sei, reagierte er nur aufgebracht und trotzig. Der illegal abgelegte Müll liegt seit diesem Zeitpunkt immer noch an dieser Stelle", schreiben Heike und Gunnar Menstell.

Von illegaler Müllentsorgung könne keine Rede sein, sagt Ulrich Gühnen. Er habe weder Bauschutt noch einem Baumstumpf da abgeladen, eine Yuccapalme besitze er gar nicht. "Richtig ist, dass ich da ein Bündel mit Wasserlilien hingeworfen habe. Die Pflanzen passten nicht mehr in die Biotonne. Ich weiß, dass das eine Dummheit war und man das eigentlich nicht machen soll." Er könne sich dafür nur entschuldigen. Als Umweltsünder sieht er sich nicht. "Mit dem restlichen Schutt auf dem Gelände habe ich nichts zu tun, meine paar Pflanzen sind längst verrottet." Sein Haus in dem Baugebiet sei seit vielen Jahren fertig, daher falle bei ihm auch kein Bauschutt an. Er habe zum Abtransport der Pflanzen eine Schubkarre genutzt, das hätte dann wohl so gewirkt, als ob er ganz viel Müll bei Seite schaffen wolle. "Aber das waren wirklich nur ganz wenige Pflanzen."

Besonders schön findet er die Ansammlung von Schutt in dem Areal auch nicht. "Aber bei dem Platz dort handelt es sich um ein Privatgelände. Der Besitzer dort hat noch nie etwas dagegen unternommen, wenn jemand etwas abgeladen hat. Der toleriert es."

Daher habe auch die Stadtverwaltung keine Möglichkeit einzugreifen. Das gehe nur, wenn sich der Besitzer melde.

Der hätte beispielsweise die Möglichkeit, ein Schild aufzustellen, aber auch das tue er nicht. Das Gelände ist als Fläche für die Erweiterung des Baugebiets Paßhof vorgesehen.

Heike und Gunnar Menstell haben eine ganz klare Meinung zu dem Areal: "Dieser Straßenrand der Danziger Straße und das angrenzende Gebiet des Paßhofs 2 ist ein Schandfleck für das Baugebiet Paßhof in Isselburg und bestimmt keine Werbung für Neubürger."

(RP)