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Homerun Emmerich bringt es auf über 17.200 Euro für den guten Zweck

Über 17.200 Euro bei Homerun erlaufen : Die Marathonmänner von Emmerich

Dieter Tersluisen, Simon und Martin Berntsen, Jörg Buja sowie Sascha Tück haben am Samstag über 17.200 Euro für den guten Zweck erlaufen. Das Quintett hatte einen Spendenlauf von Kevelaer nach Emmerich auf die Beine gestellt.

Sie brauchten ein bisschen länger als gedacht, aber sie kamen alle ins Ziel: Dieter Tersluisen, Simon und Martin Berntsen, Jörg Buja und Sascha Tück wurden am Samstagnachmittag mit viel Applaus auf der Emmericher Rheinpromenade empfangen. Das Quintett hatte gerade einen 42-Kilometer-Lauf von Kevelaer nach Emmerich absolviert. Der „Homerun“ war für den guten Zweck bestimmt. Als bekannt wurde, wie viel Geld dabei zusammenkam, war die Freude umso größer: 17.237 Euro konnten die Emmericher dank vieler Sponsoren erlaufen – eine Summe, die in voller Höhe an die Rudolf W. Stahr-Stiftung gehen wird.  Damit sollen Kinder und sozial Benachteiligte unterstützt werden.

Auf die Idee zu diesem Benefizlauf war die Laufgruppe gekommen, als der Berlin-Marathon wegen Covid-19 abgesagt wurde, an dem die Emmericher eigentlich teilnehmen wollten. Ihnen war dadurch klar geworden, dass Corona vieles verändert und nicht nur für Sportler, sondern vor allem für Kinder eine große Belastung ist. Und daher wollten die Emmericher in ihrer Heimatstadt helfen. Für jeden erlaufenen Kilometer ihres Spendenlaufes sollten dafür Sponsorengelder an Land gezogen werden.

Also wanderte zunächst das Startgeld für den ausgefallenen Berlin-Marathon in einen Spendentopf, danach wurden bei potenziellen Sponsoren Klinken geputzt. Das Quintett stellte ein Konzept auf, gab dem Projekt den Namen „Homerun Spendenmarathon“ und suchte bis kurz vor Start seines Laufs über Wochen hinweg weitere Unterstützer. Rund 30 Unternehmen und Geschäftsleute, vorwiegend aus Emmerich und Kleve, aber auch viele Einzelpersonen unterstützen die Idee. Dass dabei so viel Geld zusammen kam, überraschte selbst die Läufer. „Anfangs hätten wir vielleicht mit 5000 Euro gerechnet. Das es über 17.000 werden, hätten wir nie gedacht“, freute sich Sascha Tück, der schon als Jugendlicher den Laufsport betrieb.

Die Freude war auch ganz auf Seiten von Bürgermeister Peter Hinze, der als Vorsitzender der Rudolf W. Stahr-Stiftung den symbolischen Spendenscheck überreicht bekam. „Wir werden uns in den nächsten Wochen zusammensetzen und dann schauen, für welche Personen und Familien das Geld am sinnvollsten eingesetzt werden kann“, versprach er. Die Stiftung finanziert zahlreiche Projekte. Es ist schön, dass in so einer schwierigen Zeit, dieses Engagement dafür zustande gekommen ist“, sagte Hinze.

Der Kevelar-Emmerich-Marathon war ohne Probleme verlaufen. Sieht man einmal von dem verregneten Start ab, der mit etwas Verzögerung über die Bühne ging und Kevelaers Bürgermeister Dominik Pichler seinen trockenen Anzug kostete.

Etwas schwierig war’s für die Sportler allerdings, weil sie in diesem Jahr zwar regelmäßig trainierten, aber noch keinen richtigen  Marathon gelaufen sind. Ein ziemlicher ausgepumpter, aber sichtbar glücklicher Dieter Tersluisen bekannte im Ziel, dass ihn ab Kilometer 30 die Beine nicht mehr ganz so leicht trugen. „Aber die anderen haben mich rattig gemacht. Da hätte ich den ein oder anderen am liebsten über die Rheinbrücke geworfen“, erklärte er mit einem Lachen.

Tersluisen ist mit 60 Jahren der älteste der fünf Läufer, die schon seit zehn Jahren zusammen ein Team sind. Am Samstag absolvierte er seinen 30. Marathon.

Und will wohl noch einige folgen lassen. Kurz nach der Spendenübergabe gaben die Sportler bekannt, dass sie den Benefizlauf im kommenden Jahr auf jeden Fall wiederholen wollen. „Dann aber als Ultramarathon über 50 Kilometer“, kündigte Dieter Tersluisen schon mal an.