Emmerich Hochschule: Keine Alternative zur Kaserne

Emmerich · Die Hochschule Rhein-Waal wächst und wächst und wächst: Im Wintersemester sollen insgesamt bis zu 900 Studenten an beiden Standorten studieren.

Der Bau der Hochschule Rhein-Waal - ein Millionenprojekt bis 2012
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Der Bau der Hochschule Rhein-Waal - ein Millionenprojekt bis 2012

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Allein am Hauptstandort in Kleve sollen im Wintersemster 2010/2011 500 Erstsemester beginnen. Doch während in Kamp-Lintfort Platz genug für alle künftigen Studierenden in den ehemaligen Industriebauten ist, wird in Kleve der Raum für Studenten zunächst einmal knapp.

Also geht der begehrliche Blick der Hochschulplaner über die Grenzen Kleves hinaus — nach Emmerich. Dort hätten die Hochschulplaner in der ehemaligen Kaserne ein gutes Gelände, um dort auch Platz für weiter wachsende Fachbereiche zu finden. Genial für die Hochschule, dumm für Kleve, das die Studenten erst einmal mindestens zwei Jahre ziehen lassen muss, bevor die dann in den funkelnagelneuen Gebäuden im Hafen endgültig ihre Heimat finden wird: Die promenieren dann eben erst einmal nicht durch Kleve . . .

"Es ist natürlich nicht so, dass jetzt auf einmal alle Studierenden nach Emmerich gehen", sagt Hochschul-Vizepräsident Dr. Martin Goch. Tatsächlich müsse man noch mit dem Bund verhandeln, der ja Besitzer der Liegenschaft ist. "Wir müssen auch noch prüfen, ob die Gebäude überhaupt geeignet sind, wir werden, wenn wird dort eine vorläufige Bleibe finden, womöglich auch umbauen müssen. Aber all das ist noch nicht endgültig geklärt, es hat auch noch keine Verhandlungen über einen Mietvertrag gegeben", sagt Goch. Gestern hat die Hochschule erst einmal mit ihrem Architekten das Gelände besichtigt.

Es hat den Vorteil, dass man dort bis zum endgültigen Umzug in den Hafen an nur einem Standort bleiben könnte, ohne stets neue Gebäude suchen zu müssen. Außerdem sind es nur zehn Minuten über die neue Industriestraße bis zur Kaserne, so Goch. Und die Kaserne habe sogar eine Turnhalle. Goch ist ehrlich: "Gegenwärtig zeichnet sich kein alternativer Standort ab. Aber zur Beruhigung: Wir haben die Möbelwagen noch nicht bestellt". Zudem bietet die Kaserne die Möglichkeit, auch zum Wintersemester 2011/2012 zu erweitern.

Aber auch in Kleve baut die Hochschule aus und hat inzwischen einen weiteren Trakt der ehemaligen Alltours-Verwaltung angemietet, den sie für die Studierenden vorbeteitet. Teilweise sind die Räume schon renoviert. Auch dort werden noch neue Studenten einziehen können, sagt Goch.

(RP)
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