Hochelten erhält neue Wohnmobilstellplätze und eine Tourist-Info

Arbeiten in Hochelten beginnen : Hochelten wird „Willkommensort“

Am Dienstag erfolgte der Spatenstich für die Umgestaltung des Platzes am Fuße der St.-Vitus-Kirche. Dreh- und Angelpunkt des Projekts wird eine Touristen-Information, die Elten den Weg zum Luftkurort ebnen soll.

Die Verbesserungen der touristischen Möglichkeiten auf dem Eltenberg nehmen immer greifbarere Formen an. Am Dienstag erfolgte der offizielle Spatenstich für den so genannten Willkommensort Hochelten. Geplant sind ein Rundweg, eine Modernisierung des vorhandenen Wohnmobilstellplatzes und vor allem der Bau einer Touristeninformation als neuer Dreh- und Angelpunkt für Gäste aus Nah und Fern.

„Wir freuen uns, dass es nach langer Planung endlich hier losgeht“, sagte Bürgermeister Peter Hinze, der davon überzeugt ist, dass sich das Vorhaben sehen lassen kann, wenn es fertig ist: „Das wird dann wirklich ein Ort des Willkommens sein.“

Für das Gesamtvorhaben, das Bestandteil des grenzüberschreitenden Projekts „Naturpark Eltenberg/Bergerbohs“ ist, sind Investitionen von rund 940.000 Euro geplant. Darauf entfallen circa 150.000 Euro auf die Umgestaltung des Rundweges um die Vitus-Kirche, 490.000 Euro für Wohnmobilstellplatz und Parkplätze sowie etwa 300.000 Euro für den Bau der neuen Tourist-Info. Gefördert wird das Projekt, mit etwa 700.000 Euro aus dem Interreg-Programm Deutschland-Niederlande, den Rest teilen sich die Stadt Emmerich, die Gemeinde Montferland sowie die niederländischen Stiftungen Huis Bergh und Natuurmonumenten.

Die 18 neue Plätze für Wohnmobile werden wohl bis zum Herbst fertig sein. Sie entstehen an alter Stelle, werden dann aber mehr als nur den bisherigen Parkplatzcharakter haben; freies W-Lan ist dann dort verfügbar, außerdem können die Wohnmobilisten auch sanitäre Einrichtungen nutzen, die neben der neuen Tourist-Info entstehen. Dazu gehört auch eine öffentliche Toilette, die es auf dem Eltenberg bislang noch nicht gibt.

Die Touristeninformation, die auf  einem Teil des heutigen Parkplatzes gebaut wird, soll ebenfalls im Herbst fertig werden. Sie ist Voraussetzung für das Ziel, Elten zum Luftkurort werden zu lassen (siehe Infobox). Das Gebäude mit einer Fläche von etwa 100 Quadratmetern erhält eine Glasfront in Richtung Kirche. Hier können sich dann Gäste über touristische Angebote informieren - über ein elektronisches 24-Stunden-Info-System oder bei Mitarbeitern des Info-Center Emmerich (ICE). „Wie die Öffnungszeiten am besten liegen, müssen wir erst noch herausfinden“, sagt Emmerichs Tourismus-Chefin Manon Loock-Braun. Klar sei, dass sie sich stark an den niederländischen Ferien ausrichten werden. Denn die Gäste aus dem Nachbarland seien für Elten von besonderer Bedeutung.

Wie Dirk Vennemann vom Landschaftsverband Rheinland erläuterte, soll sich die Anlage optisch gut in das vorhandene Umfeld einfügen. „Wir verwenden beispielsweise hollländischen Backstein, der hier eine besondere Rolle spielt.“

Das Vorhaben am Eltenberg gehört zum Masterplan Hochelten, der mit Bürgerbeteiligungen und Ortsbegehungen vor fünf Jahren auf den Weg gebracht wurde. Die Umgestaltung des gesamten Platzes am Fuße der St.-Vitus-Kirche begann vor einigen Jahren mit der Rodung des kleinen Hains unterhalb der Stiftskirche, der durch eine Rasenfläche ersetzt wurde. Danach erfolgte die Freischneidung der Sichtachsen vom Eltenberg bis nach Kleve. „Wir sind zwar noch nicht ganz fertig, aber jetzt gewissermaßen auf der Zielgeraden angelangt“, so der Erste Beigeordnete Emmerichs,  Stefan Wachs.