1. NRW
  2. Städte
  3. Emmerich

Elten: Helmich: „Beim Betuwe-Gutachten fehlt die Hälfte“

Elten : Helmich: „Beim Betuwe-Gutachten fehlt die Hälfte“

Rüdiger Helmich von den "Emmericher Baumfreunden" fordert Nachbesserungen beim gutachterlichen Vergleich der Betuwe-Varianten für Elten.

Ein Ingenieurbüro hatte im Auftrag der Stadt Emmerich den Vorschlag von Johannes ten Brink (CDU-Ratsmitglied und ehemals Ingenieur der Bahn) sowie den Plan der Bahn gegeneinander gestellt.

Das Büro war zum dem Schluss gekommen, dass die ten-Brinksche-Variante teurer und der Eingriff in die Umwelt höher sei. Zudem seien die verkehrlichen Lösungen bei ten Brink schlechter.

Helmich listet 14 Kritikpunkte auf, die ihn zu dem Schluss kommen lassen, dass die Gutachter voreilig ihre Schlüsse gezogen haben und wirft die Frage auf, ob das möglicherweise beabsichtigt sei.

So enthalte die Lösung von Johannes ten Brink eine Bahnhahltepunkt für Elten. Im Gutachten sei davon keine Rede. Ebenso wenig werde gewürdigt, dass man eine Ortsumfahrung für Elten bekäme, würde sich die Brinksche Variante durchsetzen. Und auch der Verlust der Sportplätze in Elten finde sich im Gutachten nicht wieder. Ebenso wenig der befürchtete Kreisverkehr für die Anwohner an der Zevenaarer Straße, der eine Folge der Bahnpläne wäre.

"Arglistig" findet Helmich, dass keine Angaben über die Betonarbeiten am Berg gemacht werden, die 800 Meter am Berg entlang und bis zu 17 Meter hoch seien. Denn gerade die Sorge um den Berg war es, die dazu geführt hat, dass eine Alternative zu der Bahnplanung in Erwägung gezogen wurde. Dies war auch der ausdrückliche Wunsch der Emmericher Politik, die nach der Gründung der Bürgerinitiative "Rettet den Eltenberg" öffentlich Abbitte bei den Eltenern leistete.

Helmich listet den Verlust von Waldflächen auf sowie den Artenschutz, der bei den Bahnplänen nicht mehr stattfinden könne. Abgesehen davon, dass im Gutachten Abholzungen durch die Bahn, die bereits stattgefunden haben, in der Abwägung nicht eingerechnet worden seien. Stirnrunzeln verursacht bei Helmich, dass plötzlich die Wittenhorst-Mühle am Tichelkamp als Baudenkmal eingestuft werde. "Hier hat man krampfhaft Negativpunkte gesucht", so Helmich.

(rp)