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Heimatfreunde Bienen ziehen Jahresbilanz

Jahrestreffen : Heimatfreunde ziehen positive Bilanz

Schuldenfrei gehen die Heimatfreunde Bienen-Grietherbusch-Grietherort ins Jahr 2019. Das Bürgerhaus ist bereits gut gebucht, den Auftakt des Jahresprogramms bildet der Frühjahrsputz am 13. April. Auch die Schleuse war Thema.

„Erstmal was Erfreuliches“, leitete Kassierer Jürgen Becker seinen Bericht auf der Jahreshauptversammlung der Heimatfreunde Bienen-Grietherbusch-Grietherort ein. „Wir sind alle unsere Schulden los.“ Durch die Erlöse aus Vermietungen des Bürgerhauses und durch die Einnahmen bei vereinseigenen Veranstaltungen konnten letzte Kredite getilgt werden. Und das trotz einiger Rückschläge wie einem Wasserschaden im Bürgerhaus und einem Einbruch in die Immobilie. Auch das Revisionsverfahren in Sachen Photovoltaikanlage schlug 2018 mit Gerichtskosten von mehr als 1200 Euro zu Buche.

„Nach heutigem Stand finden in diesem Jahr schon 40 Veranstaltungen im Bürgerhaus statt, es dürften aber noch einige hinzukommen“, lobten die Vorsitzenden Hans Schlaghecken und Willi Tepferdt die gute Auslastung des Hauses. 2018 seien durch Mieten und Veranstaltungen fast 21.000 Euro eingenommen worden, das Angebot von Speisen und Getränken brachte dem Geschäftsbetrieb weitere 5247 Euro ein. Der Weihnachtsmarkt war mit Einnahmen von 3035 Euro die erfolgreichste Veranstaltung des Vereins und wird auch 2019 am dritten Advent fortgesetzt.

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Das Jahresprogramm der Heimatfreunde beginnt am Samstag, 13. April, mit einem Frühjahrsputz. Um 9 Uhr treffen sich die freiwilligen Helfer am Bürgerhaus und ziehen mit Warnwesten und Müllzangen, die gern mitgebracht werden dürfen, los. Zur Belohnung gibt es hinterher eine Erbsensuppe. „Ende Juli, Anfang Juli“ wird die Fahrradtour zur Keramikfabrik NBK in Vrasselt nachgeholt, die 2018 krankheitsbedingt abgesagt werden musste, aber durch einen Ausflug zur Burgruine Empel ersetzt werden konnte.

Im Sommer 2018 nahmen die Heimatfreunde mit einem gut besuchten Schleusenfest Abschied von ihrer alten Schleuse, die wegen der Deichverlegung ersetzt wird. Bislang hat der Deichverband noch keine Firma mit dem Abbruch und dem Neubau beauftragt. Wenn die Bagger anrücken, hoffen die Heimatfreunde auf die Hilfe vieler Freiwilliger: In Absprache mit dem Deichverband ist geplant, die „Zahnrad-Mimik“ der alten Schleuse zu sichern, um sie später auf dem Radweg des neuen Deiches auszustellen. Der Betonsockel, auf dem die historische Technik stehen wird, soll mit Feldbrandsteinen der alten Schleuse verkleidet werden.

Hinter dem Bienener Bürgerhaus werden bald sechs Laternen leuchten, die bislang in der Reeser Innenstadt standen und dort durch moderne Leuchtstelen ersetzt wurden. Eine bessere Beleuchtung, so hoffen die Heimatfreunde, schreckt potenzielle Einbrecher ab. Dagegen sollen Insekten angelockt werden: Nach dem Motto „Bienen für Bienen“ hat der Reeser Bauhof nahe der Bushaltestelle in Bienen das Erdreich ausgetauscht, damit dort eine Wildblühwiese sprießen kann.

Schriftführer August Becker wies darauf hin, dass der vor einem Jahr beim Kirchenvorstand angemietete Archivraum im Pfarrheim allen Vereinen zur Verfügung stehe. Bislang würden dort neben den Unterlagen der Heimatfreunde auch die von Blau-Weiß Bienen und die Chronik des Tambourcorps „warm und trocken“ lagern, doch auch der Karnevalsverein oder die Schützen seien eingeladen, ihre Dokumente zu bringen. Im Laufe der Jahre soll alles „sortiert, archiviert und digitalisiert“ werden.