Hans-Jürgen Kraayvanger in den Ruhestand verabschiedet

Ein Mehrhooger in Emmerich : Abschied für Chef dreier Stiftungen

Mehr als vier Jahrzehnte lang prägte der Mehrhooger Hans-Jürgen Kraayvanger Emmericher Stiftungen.

41 Jahre? „Das ist eine lange Strecke“, sagte Norbert Pastoors von der Katholischen Waisenhausstiftung. Hans-Jürgen Kraayvanger ist sie bis zum Ende gegangen. Der nun ehemalige Geschäftsführer dreier Emmericher Stiftungen hat das Ziel erreicht: den Ruhestand. Über vier Jahrzehnte prägte der heute 68-Jährige den Stiftungsbereich in der Stadt. Jetzt verabschiedeten sich die Mitarbeiter der Stiftungen, sowie zahlreiche bekannte Emmericher Gesichter von dem Mehrhooger. Durch und durch Lob gab es seitens der Redner, darunter auch Bürgermeister Peter Hinze, für das, was Hans-Jürgen Kraayvanger über die Jahre geleistet hat. Hinze erklärte: „Die Gasthausstiftung hat dir viel zu verdanken“. Und gab dem neuen Ruheständler noch mit auf den Weg: „Bleib’ so locker, wie du bist!“

Seine lockere, umgängliche Art machte ihn auch bei den Mitarbeitern der Stiftungen beliebt. Mit „Lieber Chef“, bedankte sich Gousel Will ganz persönlich für die Unterstützung bei ihrem beruflichen Werdegang bei Kraayvanger. Mit viel Humor – und nein, sie hat beim Vortragen mit viel Disziplin keine Träne verdrückt – verabschiedete sich auch Sabine Heynen, Bereichsleiterin bei der Katholischen Waisenhausstiftung, von dem 68-Jährigen.

So gab es nicht nur ein T-Shirt mit einem flotten Spruch zum Rentnersein, sondern auch etwas ganz Persönliches: eine große Kiste voller Lutschbonbons („Damit dir nicht die Luft ausgeht“). Seit Kraayvanger nämlich mit dem Rauchen aufgehört hat, lutscht er gern ein Bonbon. Und so waren auch zahlreiche davon, als schöne Deko-Idee in dem Festraum zu finden. Ebenso wie ein Spruch, den Kraayvanger geprägt hat: „Auf los geht’s los! Los!“. Los ging es dann auch auf dem Platz.

Denn mit der Eintracht ist Hans-Jürgen Kraayvanger stets eng verbunden gewesen – hat der nun ehemalige Geschäftsführer der Katholischen Waisenhausstiftung, der Gasthaustiftung sowie der Hoppen- und Hompheus-Stiftung Emmerich hier doch unter anderem selbst Fußball und Tennis gespielt. Als Schiedsrichter leitete er daher noch einmal ein kleines Fußballmatch, bevor der lockere Teil des Abschieds begann. Locker und lustig war auch ein kleines Interview, das Sabine Heynen mit ihm vor dem Publikum führte. Ob Kraayvanger etwas bereuen würde bezüglich seines Arbeitslebens. „Ich bereue nichts“, antwortete er. „Alles ist gut gelaufen“.

Übrigens: Gut sichtbar wurde Hans-Jürgen Kraayvanger schon am Freitagmorgen am Gebäude der Katholischen Waisenhausstiftung verabschiedet. Ein großes Banner samt traurig zwinkerndem Smiley verabschiedete sich hier von dem Urgestein und Jahrzehnte prägenden Mann. „Als ich das gesehen hab’, da war ich baff“, freute sich der Rentner noch am Abend über die nette Geste.

(seul)