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Stefan Reichmann von Haldern Pop über Probleme des Festivals

Festival : Haldern-Pop – „Absolute Ungewissheit“ nach der Absage wegen Corona

„Spenden sind überlebenswichtig“, sagt Stefan Reichmann. Daher bieten Festival-Organisatoren derzeit Gelderstattung für bezahlte Karten, aber auch Alternativen wie das „Zuhause-Ticket“ an.

Es war für Fans und Veranstalter gleichermaßen schmerzhaft. Erstmals seit 1984 wird es kein Pop-Festival im Sommer auf dem Reitplatz geben. Wegen der Corona-Vorsichtsmaßnahmen wurde auch das Halderner-Open-Air abgesagt.

Eine Situation, die die Organisatoren schmerzt, die sie aber auch wirtschaftlich zu spüren bekommen. „Ein jeder kann sich vorstellen, dass das Haldern Pop Festival ein Ganzjahres-Projekt, mit entsprechendem Kostenaufwand ist. Zusätzlich herrscht gerade absolute Ungewissheit, ab wann wir überhaupt wieder an die Planung eines neuen Festivals denken können. Dies beides zusammen werden wir ohne fremde Hilfe nicht stemmen können“, schreibt Stefan Reichmann vom Festival-Team ganz offen auf der Webseite von Haldern Pop. Man gehe damit so offen nach außen, weil das Publikum ein Recht habe, zu erfahren, wie es um das Festival steht.

Stefan Reichmann. Foto: Markus van Offern (mvo)/van Offern, Markus (mvo)

„Faktisch ist es so, dass wir gerade hauptsächlich Geld aus dem Ticketverkauf auf dem Konto haben“, so Reichmann. Das sei das Geld der Fans und das wolle man auch nicht in Gutscheine umwandeln.  „Wir haben für uns beschlossen, dass diese Art, Probleme einfach in die Zukunft zu verlagern, nicht unser Weg sein kann und soll. Zumal wir jetzt noch gar nicht wissen, welche Konsequenzen und Auflagen diese Pandemie noch nach sich ziehen wird.“ Daher bieten die Festivalmacher den Fans jetzt diverse Alternativen an. Die Besucher können wählen: Entweder sie bekommen den kompletten Ticketpreis inklusive Gebühr zurück oder sie spenden das Geld. Eine Karte für drei Tage inklusive Camping kostete ungefähr 140 Euro. Weitere Alternative ist, nur einen Teil des Geldes zurückzuverlangen. Zudem bietet Haldern-Pop ein „Zuhause-Ticket“ an. Das können alle kaufen, die keine Eintrittskarte haben. Sie unterstützen mit einer Summe, die sie selbst bestimmen können, das Festival.

„Es gibt von unserer Seite kein Erwarten und kein Fordern. Wir wollen nicht Eure Sorgen verdoppeln, um unsere zu halbieren. Aber Spenden mit einem guten Gefühl sind willkommen und überlebenswichtig für uns“, heißt es vom Festivalteam.