Haldern ist bereit fürs Festival

Kultur : Haldern ist bereit für das Pop-Festival

Ab 8 Uhr können die Camper heute ihre Zelte aufschlagen. Musikalisch geht es unter anderem mit Giant Rooks los.

Spätestens wenn die Lohstraße in Haldern zur Einbahnstraße wird, ist klar: Im Lindendorf ist wieder das Festivalfieber ausgebrochen. Damit am heutigen Donnerstag alles reibungslos starten kann, waren die zahlreichen Helfer des Haldern-Pop-Teams Mittwoch noch fleißig mit dem Aufbau des Festivalgeländes beschäftigt. Doch es war schon eindeutig erkennbar, dass hier heute das Haldern-Pop-Festival wieder zum Leben erwacht.

Ab 8 Uhr können die Camper ihre Zelte auf den nach legendären Schlagzeugern benannten Straßen des Pop-Dorfes aufschlagen. Dabei hatten die Organisatoren eine große Bitte an die Festivalbesucher: „Lasst euren Sperrmüll bitte zuhause und nehmt stattdessen eure Gitarre mit.“ Denn es war in der Vergangenheit immer wieder vorgekommen, dass ganze Polstergarnituren auf dem Zeltplatz zurückgelassen wurden. Die Besucher reisen per Auto oder mit öffentlichen Verkehrsmitteln an. Dabei gibt es für die Reisenden aus den Niederlanden einige Einschränkungen, da die Abellio Bahn zwischen Arnhem Centraal und Emmerich zurzeit nicht fährt und Fahrgäste auf den Schienenersatzverkehr umsteigen müssen.

Wie in den Vorjahren ist es auch in diesem Jahr aufgrund der aktuellen landesweiten Sicherheitslage nicht erlaubt, Rucksäcke, Taschen und Brustbeutel mit auf das Festivalgelände zu nehmen, die die Maße von 20 mal 30 mal 20 Zentimeter übersteigen. Wer seine Wertsachen nicht im Auto lassen möchte, kann wieder die Möglichkeit nutzen, ein Schließfach direkt vor dem Haupteingang des Geländes zu mieten.

Neben Bewährtem setzt das Organisationsteam auch auf einige Neuerungen. So ist es beispielsweise erstmals möglich, die Festivalwährung „Poptaler“ oder das Fan-Shirt am Merchandise-Stand mit der EC-Karte zu bezahlen. Kreditkartenzahlungen sind allerdings nicht möglich.

Ein ängstlicher Blick jedes Festivalbesuchers gilt wie in jedem Jahr dem Wetter. Auch wenn der Schlamm eigentlich schon fest zum Haldern-Pop-Festival gehört und sich das Schuhhaus Becker im Dorfkern in jedem Jahr mit einer Sonderladung Gummistiefel ausstattet, freut sich niemand über Unwetterwarnungen. Laut Niederrhein-Wetterfrosch Hubert Reyers müssen sich die Besucher heute noch keine Sorgen machen. Am Freitag „sind einzelne, teils gewittrige Schauer drin.“ Aber auch auf ein Unwetter sind die Organisatoren bestens vorbereitet. Im Ernstfall werden die Festivalbesucher durch Lautsprecheranlagen auf dem Festivalgelände sowie über die Social-Media-Kanäle informiert. Sie werden aufgefordert, sich in ihre Fahrzeuge zu begeben. „Bietet anderen Schutzsuchenden Platz, so können unter Umständen ganz neue Freundschaften entstehen“, erklärt das Festivalteam auf der Homepage.

Heute dürfen sich die Festivalbesucher auf den Special-Guest freuen: Die Band Giant Rooks wird am Abend auf der Hauptbühne stehen. Für sie dürfte das Dorf Haldern mittlerweile so etwas wie die zweite Heimat geworden sein, waren sie doch schon oft auf dem Haldern-Pop-Festival zu sehen. Auch auf Dermot Kennedy dürften sich viele gefreut haben, doch aus gesundheitlichen Gründen musste der irische Singer-Songwriter, der durch „Power over me“ bekannt ist, absagen. Ersatz ist Faber.

Das Festival ist ausverkauft, Kurzentschlossene haben heute die Möglichkeit, Rückläufer des Vorverkaufs zu erwerben. Diese Karten gibt es von 8 bis 12 Uhr im Pop-Shop. Die Bändchenausgabe findet täglich von 12 bis 24 Uhr am Festivalgelände statt, sowie heute von 10 bis 20 Uhr auf dem Marktplatz.