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Haffen feiert das Leben auf dem Dorf

Volksfest : Haffen feiert das Leben auf dem Dorf

Vom Bouleplatz bis zum neuen Kirchturm – viel hat sich in den vergangenen Jahren in dem Ort getan. Nun wurde gemeinsam gefeiert. Zu den gefragtesten Attraktionen gehörte ein Foto-Wettbewerb zum Thema Dorfkind.

Das Dorfleben feiern – darum ging es am Sonntag auf dem Dorfplatz. Aktiv waren alle Vereine und Institutionen des Dorfes. Insbesondere ein Fotowettbewerb und die „Dorfralley“ erwiesen sich als Publikumsmagneten.

Seit dem Dorfaktionstag im Jahr 2000, bei dem der Dorfplatz an der Deichstraße eingeweiht wurde, hat es kein eigenes Dorffest mehr gegeben. Dabei gab es davor und nachdem etliche Gründe, die Dorfgemeinschaft zu feiern. Fand auch Ortsvorsteherin Magret Derksen, die gemeinsam mit Waltraud Balkenborg die Schirmherrschaft der Veranstaltung übernahm. „Wir Haffener haben gemeinsam viel auf die Beine gestellt“, fasste Derksen zusammen. Man habe eine eigene Schützenhalle gebaut und renoviert, eine Leichenhalle errichtet, einen neuen Kirchturm auf die Kirche gesetzt, einen durchaus „polarisierenden“ Schilderbaum aufgestellt und erst kürzlich den Dorfplatz um einen Bouleplatz und neue Spielgeräte für Kinder ergänzt.

Auch wenn ein Dorf wie Haffen nicht über ein Kino oder Theater verfüge, sei eben jene dörfliche Gemeinschaft, aus denen all diese Projekte hervorgingen, das, was das Leben auf dem Land gerade für junge Familien immer attraktiver mache. „Vor einigen Jahren standen in Haffen viele Häuser leer. Heute ist unser Dorf so gefragt, dass es die meisten Häuser nicht einmal bis zum Makler schaffen“, erzählte Derksen stolz.

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Wie stolz die Haffener sind, Teil dieser Gemeinschaft zu sein, bewiesen sie im Rahmen des Fotowettbewerbes „Ich bin Dorfkind – und das ist auch gut so!“. Unter zahlreichen Einsendungen wurde durch das Publikum der Schnappschuss gewählt, der das Dorfleben am treffendsten einfängt. Die Wahl fiel schwer, denn die Fotos waren vielfältig. Unter den Einsendungen fanden sich alte und neue Kinderfotos, Bilder von der Garten- und Feldarbeit, dem Karneval und Schützenfest sowie Natur- und Tierfotografien. Gewonnen hat letztendlich Sven Göring, der sich dazu entschieden hat, seine Kinder auf dem Land großzuziehen. Er hatte ein Foto seiner Tochter vor den Rindern des Brudermeisters Hugo van Bebber eingesendet und die meisten Stimmen erhalten. Auch bei der „Dorfralley“ ging es um Fotos. Fotografin Anke Schudlich hatte sich im Vorfeld des Festes auf einen Rundgang durch das Dorf begeben und verschiedene Motive, wie z.B. die Tür des Pfarrhauses oder die bunten Verzierungen am Kindergartentor, mit ihrer Kamera eingefangen. Diese galt es zu erkennen und im Dorf zu verorten, was nur den echten Kennern gelang. Am Ende gingen Dorothee und Jonas Venhorst sowie Norbert und Sabrina Landscheidt als Sieger hervor.

Auch für alle, die bei keinem Wettbewerb siegreich waren, gab es viel zu sehen. Insbesondere für die jüngeren Gäste gab es dank des Kindergartens und der Messdienergruppe zahlreiche Spielangebote.