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Emmerich: Grüne in Angst um Eltenberg

Emmerich : Grüne in Angst um Eltenberg

Die Grünen sehen die neuen Betuwe-Pläne für Elten, speziell die Verlegung der B 8 an den Eltenberg, mit Sorge. Sie fürchten einen "bedeutenden Eingriff in das Landschaftsbild" und wollen eine Alternative diskutieren.

Wenn die jetzt vorliegenden Betuwe-Pläne für Elten umgesetzt werden, dann ist der Eltenberg nicht mehr der alte. "Die B 8 wird nicht niveaugleich neben die Schienen gelegt, sondern etwas erhöht an den Berghang", warnt die Grünen-Ratsfrau Ute Sickelmann. Das sei "schon optisch ein großer Eingriff in die Ansicht des Berges". Außerdem müsse der Hang mit Spundwänden abgestützt werden.

Die Pläne hat die Stadtverwaltung eben erst mit Bahn und Land ausgehandelt. Und sie ist, wie berichtet, der Überzeugung, dass der Ortsteil mit den angedachten Lösungen hervorragend davonkommt.

Vorschlag aus Reihen der CDU

Den Bürgern sei allerdings kaum klar, was da auf sie zukomme, meint Ute Sickelmann. Bislang wurden nur recht simple grafische Darstellungen zu den Vorhaben öffentlich gemacht: "Damit kann man nichts anfangen, wenn man nicht Bauingenieur ist", stellt sie fest. "Wir möchten, dass perspektivische Zeichnungen angefertigt werden" — zur Information der Bürger, aber auch der Politiker selbst.

Ihre Partei will außerdem einen Alternativvorschlag diskutieren lassen. Dieser kommt aus den Reihen der CDU. Nach der Idee von Johannes ten Brink, als Ingenieur vom Fach, könnte die Bundesstraße 8 in dem derzeit vorhandenen Gleisbett am Eltenberg vorbei geführt werden, legt Sickelmann dar. Die Gleise würden dafür nach links neben die B 8 verlegt. Die Sportanlagen von TV Elten und Fortuna dürften bleiben, wo sie sind. Dass diese Ansätze viele Fürsprecher finden, scheint derzeit nicht sehr wahrscheinlich. "Die Bahn sagt, sie fasst die Gleise nicht mehr an. Und wir kriegen eine Lösung vorgesetzt nach dem Motto ,friss oder stirb'", meint Ute Sickelmann. "Wir möchten, dass diese Alternative wenigstens geprüft wird."

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Vor allem wollen die Grünen eins: Zeit gewinnen. So, wie die Dinge liegen, würde der Ausschuss für Stadtentwicklung sich am 12. Juni mit der Sache befassen. Der Rat könnte am 3. Juli darüber befinden.

"Für eine Angelegenheit von solcher Tragweite ist das kein angemessener Umgang", kritisiert Sickelmann. Binnen weniger Wochen könnten die Bürger nicht richtig informiert werden, geschweige denn, dass man sie beteiligen könnte.

Zumindest, so Sickelmann, sollte der Rat erst im September über die Pläne beschließen. Das haben die Grünen jetzt beantragt.

Internet Bisherige Berichterstattung und Erklärung der aktuellen Pläne auf www.rp-online.de/emmerich

(RP/url)