Emmerich: Großes Interesse an Waldorf-Initiative

Emmerich: Großes Interesse an Waldorf-Initiative

Am Samstag kamen rund 40 Eltern und viele Kinder nach Grietherort, um sich über die Waldorf-Initiative Rees zu informieren, die eine Schule gründen möchte. Bereits im März soll eine Kinder-Kunst-Natur-Werkstatt starten.

Das Interesse an einer Waldorfschule in Grietherort scheint groß zu sein. Am Samstag kamen rund 40 Elternpaare mit ihren Kindern auf den Hof von Judith Schmidt und Valentijn Jansen, um sich bei einem Schnuppernachmittag zu informieren.

Wie berichtet, möchte das Paar zusammen mit anderen Eltern aus der Umgebung eine Waldorfschule initiieren. Es wäre die erste im Kreis Kleve. Die nächstgelegene ist die in Dinslaken, die das Projekt unterstützt.

Die Rahmenbedingungen für den ersten Schnuppernachmittag hätten besser nicht sein können. Bei schönstem Wetter konnten Kinder draußen Stockbrot brutzeln, auf dem weitläufigen, direkt am Rhein gelegenen Gelände des Hofs toben oder drinnen spielen und sich Märchen vorlesen lassen. Bei Kaffee, Kuchen und Tee tauschten sich die Erwachsenen aus. Neben Judith Schmidt und Valentijn Jansen, standen auch Eva Magr aus Emmerich und Maren Rombold aus Kleve vielen Eltern Rede und Antwort.

Was dabei klar wurde: Das Interesse ist nicht nur an einer Waldorfschule groß. Auch eine Kindergarten- und einen Spielgruppe für ganz kleine Kinder ab sechs Monaten würden sich einige Eltern wünschen. Zwei Erzieherinnen, die ebenfalls nach Grietherort gekommen waren, signalisierten bereits ihre Bereitschaft, hier mitzuarbeiten. Dafür muss allerdings erst einmal der tatsächliche Bedarf ermittelt werden. Ebenso sieht es bei der geplanten Schule aus, die nach Möglichkeit mit mindestens 20 Kindern als Grundschule im Schuljahr 2019/2020 an den Start gehen soll. Schon fest geplant ist eine Kinder-Kunst-Natur-Werkstatt, die ab März an den Start gehen soll.

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Nach vielen persönlichen Gesprächen mit interessierten Eltern, die vor allem aus Rees und Emmerich, aber auch aus dem Klever Raum gekommen waren, erläuterte die Initiativ-Gruppe auch noch einmal in größerer Runde, was in Grietherort geplant ist und beantwortete dazu auch weitere Fragen. Dazu gehörte beispielsweise die, ob nur eine Grundschule oder auch zu einem späteren Zeitpunkt eine weiterführende Schule geplant sei. Das, so die Antwort, hinge natürlich von der Entwicklung der Kinderzahlen ab. Momentan sei erst einmal angedacht, die Schuljahre eins und zwei sowie die Klassen drei und vier zusammen zu unterrichten. Dafür wären ein Hauptlehrer und ein Fachlehrer nötig.

Auch die Frage nach dem Schulgeld wurde gestellt. Konkrete Beträge konnten noch nicht genannt werden. Fest steht aber: Es soll einkommensabhängig berechnet werden.

Als Schulort bieten Judith Schmidt und ihr Mann Valentijn Jansen für den Anfang ihren umgebauten Bauernhof an, der entsprechende Möglichkeiten bietet. Langfristig soll jedoch eine andere Lösung gefunden werden.

Sehr erfreut zeigten sich die Initiatoren über die Resonanz der Eltern am Samstag. Viele erklärten sich bereit, tatkräftig mitzuarbeiten. Das Kern-Team, das sich um die Organisation kümmert, ist so von zwei auf 15 Eltern angewachsen.

(RP)