Emmerich: Großer Andrang beim Familienkonzert

Emmerich : Großer Andrang beim Familienkonzert

Beim Neujahrs-Konzert im Schlösschen Borghees glänzte Familie Kepser aus Nütterden.

Wer am Sonntagnachmittag am Schlösschen Borghees noch einen Platz für das Neujahrskonzert erwischen wollte, musste früh anreisen. Schon gegen 16.30 Uhr waren die Plätze im Konzertraum des ersten Stockes belegt.

Der Förderverein des Schlösschens hatte zum Neujahrs-Familienkonzert unter dem Motto "Von Klassik bis Pop" eingeladen. Sandra Heinzel und Judith Hoymann hatte die Familie Kepser aus Nütterden für die Auftaktveranstaltung in 2018 gedacht engagiert. Alle Mitglieder der Familie haben eine solide musikalische Ausbildung und zeigten am Sonntag ihre große Kompetenz in mehreren Bereichen der Musik von Klassik bis Pop.

Es musizierten Gabriele Natrop-Kepser (Sopran), Martin Kepser (Klavier und Moderation), Lukas Kepser (Gesang und Gitarre), der den 1. und 2. Preis bei Jugend musiziert in der Kategorie "Pop-Gesang" vorzuweisen hat. Auch die beiden jüngeren Brüder Vincent (Pianist und Tenor, Mitglied des Landesjugendchores) und Johannes (Paukist im Landesjugendorchester) passten sich ideal den musikalischen Vorgaben an.

Das Programm bestand aus zwei Teilen - einem klassischen und einem Teil, in dem Popmusik zur Geltung kam. Vincent begann mit Mozarts "Ah! Vous dirai-je, Mamam" (deutscher Text: "Morgen kommt der Weihnachtsmann"). Johannes hatte sich ein besonderes Instrument für einen Satz aus einem Violinkonzert von Johann Sebastian Bach ausgesucht. Der trockene Klang des Xylofons kann allerdings nicht den wärmeren einer Violine ersetzen.

Eine Bereicherung des Programms bildeten auch die Beiträge der Sopranistin Gabriele Natrop-Kepser, die schon bei vielen Veranstaltungen in der Region ihre großen stimmlichen Fähigkeiten zeigte. Kepser bewies ihre Kompetenz im Opernfach wie im Musical oder auch in weihnachtlichen Gesängen. Ob es das Lied von der drei Königen (Peter Cornelius) oder der Song aus dem Musical "My Fair Lady" war, ihre aussagekräftige Stimme passte sich gut an.

Einen Vorgeschmack auf die Musik des zweiten Teiles gab es mit dem Song von Billy Joel "The Longest Time". Hier präsentierten sich die drei Söhne als vokales Trio. Sehr hörenswert und vom Publikum mit großem Beifall bedacht.

Der zweite Teil erforderte eine größere technische Vorbereitung. Mikrofone, Lautsprecher und Verbindungskabel deuteten auf einen Wandel in der musikalischen Aussage hin. Nun hatten die Junioren das Wort. Hier führte nun vor allem Lukas die Regie. Er lieh seine Stimme zunächst dem Lied von Hannes Wader: "Heute hier, morgen dort!" und präsentierte dann mit seinen Brüdern Hits der Popmusik. Mit einem Beatles-Song verabschiedete sich die Kepsers von ihren Gästen, die sich sicher eine Wiederholung des Gastspiels wünschten.

(H.W.)