Großeinsatz für die Emmericher Feuerwehr in der Silvesternacht

Brand in Klein Netterden : Feuerwehr rettet 40 Kühe aus brennender Scheune

In der Neujahrsnacht ist ein Stall in Klein Netterden in Brand geraten. Die Flammen griffen auf ein Wohnhaus über. Die Ursache für das Feuer ist unklar.

Die Feuerwehr hat in Emmerich eine unruhige Silvesternacht verbracht. Gerade war sie gegen 2 Uhr zu einem Mülltonnenbrand an der Seufzerallee eingetroffen, als auch schon ein weiterer Alarm einging. Diesmal wurde sie zu einem Scheunenbrand in Klein Netterden beordert. Beim Eintreffen der Wehr stand der Stall an der Straße Am Bollwerk in der Nähe zur Netterdenschen Straße bereits in Flammen.

Sofort ans Löschen konnte sich die Wehr jedoch noch nicht machen: Weil zunächst unklar war, ob sich noch ein Kind im angrenzenden Wohngebäude befand, mussten die Feuerwehrleute als erstes das Gebäude durchsuchen. Später stellte sich heraus, dass das Kind bereits in Sicherheit gebracht worden war. Zeitgleich mussten die Einsatzkräfte 40 Kälber ins Freie bringen. Erst dann konnte mit den Löscharbeiten begonnen werden. Dadurch ließ sich nicht verhindern, dass das Feuer auf das Wohngebäude übergriff.

Die Löscharbeiten gestalteten sich laut Feuerwehr extrem schwierig, weil es Probleme mit der Wasserversorgung gab. Deshalb wurde auch der Löschzug Haldern alamiert, der mit einem 2000 Meter langen Schlauch aushelfen konnte. Insgesamt waren 50 Feuerwehrleute von allen Emmericher Löschzügen im Einsatz, dazu auch die Leitstelle des Kreises Kleve, die mit weiterem Atemschutz anrückte, das Rote Kreuz, das die Rettungskräfte versorgte, sowie das THW und die Stadtwerke, die wegen des Stromausfalls tätig werden mussten - auch deshalb, weil am frühen Morgen noch 150 Kühe gemolken werden mussten.

Gegen 6 Uhr war der Brand unter Kontrolle, jedoch musste die Feuerwehr im Laufe des Tages weiterhin ein Auge auf Glutnester haben. Verletzt wurde bei dem Einsatz niemand, auch die Kälber blieben unverletzt. Allerdings kamen zwei Hunde ums Leben, die eingeschlossen waren.

Die Ursache für das Feuer ist nach Angaben der Polizei noch unklar. Durch ein Feuerwerk dürfte es aller Wahrscheinlichkeit nach jedoch nicht verursacht worden sein, weil der abgelegene Hof der einzige in der näheren Umgebung ist. Der Brand war nach einem Stromausfall durch den Bauern bemerkt worden, der auf dem Hof lebt.

Auch zur Höhe des Schadens konnten am Dienstag noch keine konkreten Angaben gemacht werden. Der Polizei zufolge wird er jedoch beträchtlich sein. Die Ermittlungen dauern an, hieß es am Dienstag.

(Markus Balser)
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