Große Resonanz auf geplantes "Escape-Room"-Spiel im Reeser Pius-Haus

„Escape-Room“ im Pius-Haus : Ein Spiel für bibelfeste Detektive

Ein Raum, ein Team, eine Aufgabe – beim Live-Escape-Room-Bibel-Spiel wird der Bösewicht unter den Kuscheltieren gesucht. Die Resonanz auf die Premiere im Pius-Haus ist bislang groß. 19 Gruppen haben sich schon angemeldet.

(ha) Der Tisch ist festlich gedeckt für das Abendmahl – das letzte. Es gibt kein Entkommen mehr – weshalb der Saal im Pius-Haus in den nächsten Wochen Escape-Room genannt wird. Denn gesucht wird der Verräter, jener Jünger, der Jesus verraten hat. Wer das laut Bibel war, gehört zum Allgemeinwissen. Doch hier geht es darum, den Bösewicht unter den Jüngern auszumachen und Entlastungsmaterial für die übrigen zu finden.

Die kleine Frieda, die ihre Mutter zur Vorbesprechung begleitet, kann überhaupt nicht verstehen, warum sie eines der zwölf Kuscheltiere, die sich auf der Coach tummeln, nicht mit nach Hause nehmen darf. Besonders der dicke lila Elefant hat es ihr angetan.

Doch gerade diese Stofftiere sind die Hauptpersonen, sie spielen die Jünger beim „Live Escape Room Bibel“-Spiel, das die jungen Frauen unter Leitung der Pastoralassistentin Kristina Labs jetzt anbieten. Sie alle sind Mitglieder im Pfarreirat und möchten die Gemeinde noch näher zusammenbringen. Innovativ!

Als sie den Escape Room über die Pfarrnachrichten bekannt machten, waren sie von der großen Resonanz selbst ganz überrascht. „Escape Rooms sind im Moment sehr gefragt, es gibt sie zu den verschiedensten Themen, auch zur Bibel. Wer bei uns mitmacht, muss aber nicht zwangsläufig bibelfest sein“, erklärt Kristina Labs.

Als Vorabinformation können die Teilnehmer die Textstelle aus dem Matthäus-Evangelium zum Letzten Abendmahl noch einmal nachlesen. Dann begibt sich die Gruppe in den Escape Raum, um nach Hinweisen zu suchen.

Wer sitzt wo und warum? Jedes Detail, das sich im Raum rund um den Tisch befindet, spielt bei der Tätersuche eine Rolle. Ein Mosaikteilchen fügt sich an das andere. Aber es ist Eile geboten, denn innerhalb einer Stunde muss der Fall gelöst sein. Wenn nicht? Werden vielleicht noch einige weitere Minuten gewährt. Überhaupt halten sich immer mindestens zwei Organisatorinnen im Hintergrund auf. Schließlich will man Panikattacken vermeiden und die ein oder andere Hilfestellung geben.

Tatsächlich haben sich bereits 19 Gruppen angemeldet. Sie sind von drei bis acht Personen stark. Und nicht, wie man denken könnte, wollen nur Jugendliche teilnehmen. kfd-Mitarbeiterinnen haben sich ebenso angemeldet wie eine Gruppe Personaler der Lebenshilfe, „die anstelle einer Weihnachtsfeier erst gemeinsam essen und dann in unseren Escape-Raum kommen‘, erklärt Katrin Jansen. Gemeinsam haben die jungen Frauen das Material nach einer Buchvorlage zusammengestellt, Kuscheltiere und Requisiten gesammelt, Hinweise laminiert und Verstecke ausgesucht. Nun können die Teilnehmer kommen.

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