Bocholt/Rees: Großbrand bei Fahrrad-Rose

Bocholt/Rees: Großbrand bei Fahrrad-Rose

Das Lager bei Bike-Town in Bocholt ist gestern komplett abgebrannt. Von hier verschickt der Großhändler Fahrradzubehör in die ganze Welt. Der Schaden wird auf mehrere Millionen Euro geschätzt. Die Ursache ist offen.

Die Rauchsäule war noch kilometerweit bis nach Isselburg und Rees zu sehen. Viele Autofahrer kamen unmittelbar an der Brandstelle vorbei, weil das Versandlager des Fahrradhandel-Riesen Rose direkt an der Kreuzung liegt, an der die Schnellstraße von Hamminkeln Richtung Bocholt endet.

Aus bislang ungeklärter Ursache hat sich in dem großen Gebäude ein Feuer entwickelt. Um 9.15 Uhr war der Anruf bei der Polizei eingegangen, wenig später waren bereits die ersten Feuerwehrwagen am Einsatzort. Mit vereinten Kräften gelang es der Feuerwehr, ein Übergreifen der Flammen auf angrenzende Gebäude zu verhindern.

Das Rose-Lager selbst war allerdings nicht mehr zu retten. "Wir haben schnell gesehen, dass da nicht mehr viel zu machen ist. Daher haben wir unsere Löscharbeiten darauf konzentriert, die anderen Gebäude zu sichern", berichtet Karl-Heinz Dekker, Chef der Bocholter Feuerwehr. Die Halle brannte langsam und kontrolliert aus. Bis zum Abend bekämpfte die Feuerwehr zahlreiche Glutnester.

Die Ursache für das Feuer zu bestimmen, wird eine aufwändige Angelegenheit werden. Die Kripo hat den Brandort gestern schon beschlagnahmt. Ermittlungen konnten die Spezialisten der Polizei allerdings noch nicht aufnehmen, da es bis zum Abend in dem Gebäude brannte. Mögliche Ursache könnten Bauarbeiten sein. Fest steht bereits, dass der Schaden in die Millionen gehen wird. In dem Lager befanden sich hochwertiges Zubehör und exklusive Räder. Da derzeit die Saison für Radler auf Hochtouren läuft, war das Lager gut gefüllt. Über dieses Lager läuft auch der Internethandel von Rose. In der Nähe liegt auch Bike Town, das große Geschäft von Rose, das weit über die Region hinaus bekannt ist.

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Glücklicherweise gelang es der Feuerwehr, ein anderes Rose-Lager zu schützen. Es blieb so gut wie unversehrt. Auch die Waren darin werden durch den Rauch kaum beschädigt worden sein.

Weil bei dem Feuer auch Gummi verbrannte, hatte die Polizei zunächst die Anwohner aufgefordert, die Fenster zu schließen. Später konnte nach Rücksprache mit der Feuerwehr allerdings wieder Entwarnung gegeben werden.

Die Straßen Schersweide und Isselburger Straße wurden von der Polizei gesperrt.

(RP)
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