1. NRW
  2. Städte
  3. Emmerich

Großaufgebot sucht Person im Rhein bei Rees

Großaufgebot in Rees : Retter suchen nach Person im Rhein

Mit vielen Einsatzkräften suchten Polizei und Feuerwehr am Freitagnachmittag den Rhein bei Rees ab. Ein Zeuge hatte eine Person im Fluss treiben gesehen. Das Hochwasser erschwert die Suche.

Für viel Aufsehen sorgte angesichts der Nachrichten über Unwetterschäden und Hochwasser ein Großeinsatz der Rettungskräfte auf dem Rhein. Ein Zeuge hatte am Freitag gegen 15 Uhr die Polizei alarmiert, weil er glaubte, von der Rheinbrücke aus eine Person im Wasser treiben zu sehen. Die Person habe sich in der Strommitte befunden und werde Richtung Emmerich mitgerissen, hieß es.

Daraufhin wurden die Feuerwehren in Kalkar und Rees alarmiert. Drei Mehrzweckboote wurden zu Wasser gelassen, die den Rhein absuchten. Als Unterstützung kamen das DLRG-Boot „Pelikan“ und das Löschboot der Feuerwehr Emmerich dazu. Außerdem hatte die Polizei einen Hubschrauber angefordert, der die Suchaktion aus der Luft unterstützte.

 An der Rheinbrücke im Wasser war der Mann gesehen worden, Polizei und Feuerwehr waren im Einsatz.
An der Rheinbrücke im Wasser war der Mann gesehen worden, Polizei und Feuerwehr waren im Einsatz. Foto: Latzel

Auf der Rheinbrücke hatten weitere Einsatzkräfte Stellung bezogen. Von hier war zu sehen, wie weit der Rhein sich inzwischen in das Vorland ausgebreitet hat. Weite Teile des Ufers stehen unter Wasser, auch kleine Wäldchen. Das erschwerte die Suche, weil die Boote auch in diese engen Bereiche fahren musste.

 Die Feuerwehrleute beobachten von der Rheinbrücke die Suche auf dem Rhein.
Die Feuerwehrleute beobachten von der Rheinbrücke die Suche auf dem Rhein. Foto: Latzel
  • Die Zufahrt zu Grietherort ist gesperrt.
    Regen, Regen, Regen : Der Rhein steigt weiter - Sonntag ist der Höhepunkt erreicht
  • In Sorge vor der Flut kontrollierte
    Nach Entwarnung : Neusser helfen den Hochwasser-Opfern
  • 82-Jähriger stirbt in den Fluten : Jahrhundert-Hochwasser trifft Solingen ins Mark

Mit vereinten Kräften suchten Feuerwehr, Polizei und DLRG den Bereich zwischen Rees und Emmerich komplett ab. Vergeblich. Eine Person wurde nicht entdeckt. „Wir haben den Einsatz schließlich nach einer Stunde ohne Ergebnis abgebrochen“, berichtet Marc Pohle, stellvertretender Wehrleiter der Feuerwehr Rees.

Ob es sich tatsächlich um eine Person im Wasser gehandelt hat, ist offen. Denkbar sei auch, dass es sich dabei um Treibgut gehandelt hat. Aber nach den vielen Vorfällen der letzten Zeit sind die Einsatzkräfte bei solchen Meldungen immer besonders aufmerksam und gleich zur Sicherheit mit größeren Kräften im Einsatz.

Und derzeit ist die Lage am Rhein nach den heftigen Regenfällen der vergangenen Tage besonders angespannt. Der Pegel steigt, das Wasser steht an vielen Stellen am Deich bereits recht hoch.