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Haffen: Lambertus-Schützen:: Gibt es in Zukunft "Arbeitsstunden"?

Haffen: Lambertus-Schützen: : Gibt es in Zukunft "Arbeitsstunden"?

Die St.-Lambertus-Schützenbruderschaft traf sich am Freitag zur großen Jahreshauptversammlung in der Schützenhalle. 75 Schützenbrüder und Schwestern diskutierten über die Zukunft ihres Vereins. Die Neuverteilung der Aufgaben und das Ermöglichen von Veränderungen standen im Mittelpunkt.

Grundsätzlich sieht es gar nicht schlecht aus. Eine solide Mitgliederzahl und gesunde Finanzen sind vorhanden. Was fehlt, ist bei vielen das Engagement. "Was wir brauchen, ist aktive Unterstützung", sagte Brudermeister Paul Balkenborg.

Seit mehreren Jahren klagt die Bruderschaft darüber, dass immer mehr Arbeit auf immer weniger Schulter verteilt wird.

Die Schützenhalle ist seit 40 Jahren der Stolz des Vereins. Die Schattenseite: viel Arbeit. Das Gebäude muss in Stand gehalten werden, auf Veranstaltungen muss der Verein Bedienungen bereitstellen. Diese Aufgaben an einen Wirt abzugeben, können sich die Haffener Schützen trotz allem nicht vorstellen — schließlich hat es früher auch geklappt. "Am einfachsten wäre es, wenn alle mit anpacken würden", so Balkenborg. Vorschläge wie "Arbeitsstunden", die jeder Schütze abzuleisten hat, werden nun vom Vorstand ausführlich durchdacht und in der kommenden Versammlung abgestimmt.

Auch die Struktur der Züge stand zur Diskussion, Bisher ist es in Haffen üblich, dass die Schützen nach Wohnorten den Zügen zugewiesen werden werden. Es kam jetzt seitens der Schützen der Wunsch auf, die Züge eher nach Sympathie einzuteilen.

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Man erhofft sich, dass dadurch die Eigeninitiative mehr gefördert wird. Gerade die "Alt-Jungschützen" waren Feuer und Flamme für diese Idee, da sie gerne in Zukunft gemeinsam in einem Zug am Schützenfest teilnehmen würden.

Der bereits angekündigte Rücktritt der Brudermeisters im Laufe des Jahres sorgte ebenfalls für Diskussionsstoff. Noch ist kein Nachfolger gefunden, die nächste Versammlung rückt immer näher.

(sabr)