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Emmerich: "Gesundheitspark" fürs Kasernengelände

Emmerich : "Gesundheitspark" fürs Kasernengelände

Neues auch vom Netpark: Die Stadt steht in "konkreten Verhandlungen" mit einem Logistiker.

Bürgermeister Johannes Diks hatte gestern beim Tag eins der größten deutschen Gewerbeimmobilienmesse Expo Real in München spannende Nachrichten zu verkaufen. Unter anderem traf er den neuen Besitzer der Moritz-von-Nassau-Kaserne, Hans Beekmann.

Der Chef der niederländischen Transport- und Logistik-Firma "Vector vastgoed", der für den Kasernen-Kauf die "Mona GmbH" gegründet hat, vereinbarte mit Diks kurzfristig einen Termin. Zu diesem will er seine Vorstellungen zur Weiterentwicklung des Kasernengeländes präsentieren.

Bekanntlich gibt es Pläne, nach denen das 326 000 Quadratmeter große Grundstück gedrittelt werden sollte in Wohnbebauung, Mischbebauung und Gewerbeflächen. Mittlerweile wurde zum Thema "Wohnen" die Idee geboren, "Wohnen mit Pferd" anzubieten mit jeweils 3000 Quadratmetern Fläche plus Wiese bei einem Gelände für rund 40 Wohneinheiten.

Zudem will der Investor versuchen, auf dem Mix-Grundstück einen Gesundheitspark zu errichten. Was mit der Fläche für Gewerbe geschieht, steht noch nicht fest, ob der Niederländer seine eigene Firma nach Emmerich verlegt, weiß noch niemand.

Johannes Diks kommentierte die Situation so: "Der Investor sollte jetzt mit seinen Ideen herauskommen, danach muss die Politik diskutieren. Ich hoffe, dass wir in einem Jahr mehr wissen."

Mehr weiß man indes jetzt schon in Sachen Netpark. Nachdem der erste Bauabschnitt mit 25 Hektar Fläche komplett verkauft ist (das letzte übrige Grundstück hat sich ein Investor aus 's-Heerenberg gesichert), gibt es jetzt auch einen ernsthaften Interessenten für den zweiten, etwa 22,5 Hektar großen Bauabschnitt. "Wir sind in konkreten Verhandlungen, der Investor ist da, aber die Verträge sind noch nicht unterschrieben", sagte Diks, freilich ohne den Namen zu verraten. Fest steht allerdings, dass es sich um einen Logistiker handelt. "Und das wiederum ist wichtig für unseren Hafen, der immer mehr Wachstum und Umsatz aufweist", sagte Diks.

Er betonte, der Hafen müsse wegen des anhaltenden Erfolgs "dringend erweitert werden". Dazu wolle man demnächst ein etwa 10 000 Quadratmeter großes Grundstück am Hafen erwerben.

(RP)