Gesamtschule Emmerich

Emmerich: Emmericher Gesamtschule wird teurer

Der Neubau der Gebäudeteils am Brink wird 1,2 Millionen Euro mehr kosten - bis jetzt. Und damit ist das Ende der Fahnenstange noch nicht erreicht. Die Politik ist richtig sauer, fühlt sich schlecht informiert.

Wenn die öffentliche Hand baut, wird es oft teurer. Das passiert auch an der Gesamtschule. Wie kommt’s? Ganz einfach: Der Neubau am Brink ist noch einmal umgeplant worden. Es sind mehr Flächen entstanden. Die Kostensteigerung seit Februar: 1,2 Millionen Euro.

Das ärgerte Dienstagabend die Politik. Weil die Zeit drängt und sich der Bau nicht noch weiter verzögern soll, tagten Schul- und Hauptausschuss gemeinsam, später sollte noch der Rat ran.

Die Politik war mächtig sauer, die BGE verlangte sogar einen Stopp der Beratungen, um besser informiert zu werden.

Das Büro Hausmann versuchte das alles als normalen Vorgang zu schildern. Der Architekt erklärte, man habe neue Flächen einplanen müssen. Lager- und Nutzräume im Keller seien hinzu gekommen. Es habe Wünsche der Gesamtschule gegeben. So ist auch ein Konferenzraum für die Lehrer entstanden.

Weiteres Argument, das auch die Verwaltung vortrug: Zu Beginn der Gesamtschule habe man nicht gewusst, wie der Schulbetrieb in der Realität abläuft. Nun sei klar: Es müssen mehr Flächen her.

Diese zusätzlichen Flächen kosten 700.000 Euro mehr. Hinzu kommen 520.000 Euro Kostensteigerungen am Bau. Seit Februar!

  • Blick auf die Gesamtschule, so wie
    Emmerich : Emmericher Gesamtschule wird teurer

Und damit, das machte das Büro Hausmann auch klar, ist das Ende der Fahnenstange noch nicht erreicht. Was jetzt an Planungen auf dem Tisch lag (oder aus Sicht der Politik eben auch nicht) ist nur eine Vorplanung. Am Ende des Jahres werde man mehr wissen.

Zur Erinnerung: Ursprünglich war mit 13 Millionen Euro für den Gebäudeteil am Brink gerechnet worden. Jetzt sind es über 14 Millionen Euro.

Nach hinten verschiebt sich auch der Start der Schule, weil umgeplant worden ist. Nächstes Jahr im Mai kann frühstens mit den Bauarbeiten begonnen werden. Läuft alles glatt, hat die Gesamtschule ihre neuen Räumen am Brink im Schuljahr 2021/22.

Der Politik war anzumerken, dass ein Ding nervt: Sie sollte innerhalb weniger Tage über das wichtige Projekt entscheiden, was schon bei der Entscheidung für den Abriss des Gebäudeteils am Brink der Fall war. Durch die Parteien zog sich der Vorwurf, dass es keinen echten Gesamtüberblick über das Projekt Gesamtschule gibt.

Gemeint war damit, dass es eben nicht nur um den Neubau am Brink geht, sondern auch um die weiteren künftigen Teile der Schule: nämlich die noch bestehende Hauptschule und die noch bestehende Realschule. Auch da wird verändert.

Bürgermeister Peter Hinze stellte sich vor seine Leute: „Sie bekommen jede Information, die für das Projekt wichtig ist.“

(hg)