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Rees: Genossen nehmen Sparkasse und Freibad in den Fokus

Rees : Genossen nehmen Sparkasse und Freibad in den Fokus

Zwei Themen dominierten die Versammlung der SPD, Rees, die zudem langjährige Mitglieder ehren konnte.

Klar - auch bei der Mitgliederversammlung der Reeser SPD wurde über den Jamaika-Kollaps in Berlin diskutiert. Fraktionsvorsitzender Peter Friedmann, stellte jedoch fest, dass es auch bei "seiner" Versammlung, die im Kolpinghaus stattfand, "ganz gewaltige Themen gibt". Angefangen bei der Sparkasse, die Friedmann dazu aufrief, nicht nur nach betriebswirtschaftlichen Aspekten entscheiden. Friedmann betonte dabei, dass die Sparkasse in der Vergangenheit mehrfach Subventionen von der Stadt zugeteilt bekommen hatte, jetzt aber durch verringerte Präsenz die Versorgung der Bürger mit Bargeld gefährde.

Ein weiterer wichtiger Punkt war das Freibad. Die Genossen waren sich einig, es zu erhalten. Dabei dachte man besonders an die Wohnmobiltouristen und an junge Familien. "Das ist ja Lebensqualität, sonst bekommen die Leute Abwanderungsgedanken," resümierte ein Mitglied. Die dabei zuerst berechneten Steuererhöhungen im Falle einer Renovierung von 50 bis 60 Euro, waren nach Ansicht der Partei künstlich überhöht. Sie rechnet dabei mit weniger als einem Drittel der zuerst berechneten Erhöhung, einer Investition, die die Bürger, auch mit Gedanken an ihre Kinder und Jugendlichen sicher tragen könnten und wollten. Den von der CDU vorgeschlagenen Ratsbürgerentscheid zur Lösung dieser kontroversen Debatte kritisierte Friedmann als einen kostspieligen Weg, auf dem sich die CDU vor ihrer Verantwortung drücken wolle.

Besonderes Lob hingegen war zuvor zwei Jubilaren ausgesprochen worden, die bereits seit 40 Jahren in der SPD Rees Mitglied sind. Peter Heister und Helgard Reuter seien zu "besonders schwierigen Zeiten" in die Partei eingetreten. Helgard Reuter versuchte zu relativieren "ich bin vom Elternhaus so geprägt, da durfte ich gar nicht anders".

Zudem geehrt wurden für 25 Jahre Mitgliedschaft Peter Friedmann, für den "alles bei einem Bier an einer Mülltonne seines Nachbarn" anfing, sowie Eva-Maria Friedmann, die er gleich mitbegeistern konnte. Geehrt werden konnte - trotz Glaubenskrise nach der Agenda 2010 - Werner Käming für zehn Jahre Mitgliedschaft.

(jmw)