Geflügelpest Sperrzonen in Rees aufgehoben

REES · Nachdem Anfang November ein Betrieb in einem Putenzuchtbetrieb in Haldern über 22.000 Tiere gekeult werden mussten, hat der Kreis Kleve die daraufhin eingerichteten Schutzzonen zu Dienstag wiederaufgehoben.

 Das Geflügel darf wieder raus aus den Ställen.

Das Geflügel darf wieder raus aus den Ställen.

Foto: dpa/Jan Woitas

Der Kreis Kleve hat die wegen der Geflügelpest erlassenen Allgemeinverfügungen zu den Sperrzonen in Rees und Umgebung am Dienstag aufgehoben. Wie berichtet, hatte es Anfang November hatte es einen Ausbruch der Geflügelpest in einem Betrieb in Haldern gegeben. Rund 22.000 Puten mussten daraufhin gekeult werden. Zudem hatte der Kreis Kleve Schutzzonen um den betroffenen Betrieb eingerichtet, der die Haltung von Geflügel streng reglementierte: Innerhalb der beiden Radien von drei und zehn Kilometern durften unter anderem keine Tiere aus oder in die dort ansässigen Betriebe gebracht werden.

Die stichprobenartige Untersuchung der Geflügelbetriebe in der Überwachungszone nach erfolgter Risikoanalyse ergab in den beteiligten Kreisen Kleve, Borken, und Wesel keine Anhaltspunkte für eine Weiterverschleppung des Geflügelpestvirus in andere Bestände. Die Einschränkungen zum Verbringen von lebendem Geflügel und von Geflügelerzeugnissen einschließlich der Eier sind damit auch in der Überwachungszone beendet.

Da das Risiko eines erneuten Ausbruchs, insbesondere durch den Eintrag des Geflügelpestvirus, durch die Wildvogelpopulation aktuell auch nach Einschätzung des Friedrich-Löffler-Instituts unverändert als hoch angesehen wird, bitten die Behörden aber dennoch alle Geflügelhalter, sämtliche möglichen Vorsorgemaßnahmen zu ergreifen. Hierzu zählen in erster Linie ausreichende Biosicherheitsmaßnahmen auch in Kleinstbetrieben.

Eine erhöhte Anzahl von Todesfällen unklarer Ursache im Bestand ist vom jeweiligen Halter sofort den Kreisveterinärämtern zu melden. Weiterhin besteht auch nach wie vor die Möglichkeit, verendet aufgefundene Wildvögel (keine Singvögel und Tauben) beim zuständigen Fachbereich zu melden, damit sie der weiteren Untersuchung zugeführt werden können. Direkter Kontakt mit den Tierkadavern sollte dabei vermieden werden.

Zum Hintergrund: Bei der Geflügelpest handelt es sich um eine Infektion mit dem hochansteckenden Influenza-A-Virus, das insbesondere bei Hühnern und Puten zu erheblichen Todesraten in den Beständen führen kann. Bei intensivem Kontakt ist auch eine Übertragung auf den Menschen möglich.

Auf der Internetseite des Kreises Kleve ist die Aufhebungsverfügung hinterlegt (www.kreis-kleve.de / Aktuelle Themen: Bekanntmachungen).

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