Rees: Gartenstraße: Keine Auflagen wegen Vogelschutz

Rees : Gartenstraße: Keine Auflagen wegen Vogelschutz

Es war die Waldohreule, nicht der Gartenrotschwanz, die nahe des zukünftigen Baugebiets zwischen Gartenstraße und der Straße Am Damm gesichtet wurde. Doch laut Artenschutzgutachten ist die Waldohreule zwar alljährlicher Schlafgast, nächtigt jedoch nicht im Plangebiet, sondern in den benachbarten Koniferen.

Glück gehabt: Planungsrechtlich soll nämlich zwischen Gartenstraße und Am Damm ein reines Wohngebiet mit überbaubaren Flächen für eingeschossige Bauweise festgesetzt werden. Zur Offenlage der Bebauungsplanänderung war im Artenschutzfachbeitrag ausgeführt worden, dass in diesem Bereich der Gartenrotschwanz vorkommen könnte. Daraufhin gab es vom Kreis Kleve die Vorgabe, dass für den vermuteten Gartenrotschwanz im Umfeld von einem Kilometer ein rund ein Hektar großes Ausgleichsquartier als krautreiches Extensivgrünland herzustellen wäre. Doch die Prüfung ergab: Im Planabschnitt ist kein Gartenrotschwanz ansässig, er hat hier kein Nahrungs- und Brutgebiet, so dass kein Ausgleich erforderlich ist. Lediglich für die Sommerquartiere der Fledermäuse müssen Kästen installiert werden.

Nachdem der Planungsausschuss in der vergangenen Woche bei zwei Enthaltungen der Aufstellung des Bebauungsplans zugestimmt hat, steht er heute in der Stadtratssitzung, die um 17 Uhr im großen Saal des Bürgerhauses beginnt, zur Abstimmung.

Nach einem Formfehler bei der Änderung des Flächennutzungsplans von der öffentlichen Grünfläche "Friedhof" in Sonderbaufläche "Krematorium" muss eine erneute Offenlegung erfolgen. Auch dieser Änderung stimmte der Bauausschuss einstimmig zu.

(ha)