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Fridays For Future Rees geht am 13. März 2020 wieder auf die Straße

Fridays for Future in Rees : Das Kirmesfeuerwerk bleibt bestehen

Die Reeser Umwelt-Aktivisten, hoffen dass die von ihnen vorgeschlagene „Wasserorgel“ bei einer anderen städtischen Veranstaltung zum Einsatz kommt. Nächste Demo ist für kommenden Freitag geplant.

(RP) Klimaschutz soll Spaß machen. Davon ist die Ortsgruppe „Fridays For Future Rees“ überzeugt. Mit positiver Energie falle auch ein positiver Gesellschaftswandel leichter. Und der werde dringend gebraucht. Schon vieles unternehme die Stadt Rees selber und viele Bürger seien sehr engagiert. In der kurzen Zeit ihres Bestehens, hätten auch die Mitglieder der Ortsgruppe einige Entscheidungsprozesse in Gang gesetzt und sich mit eigenen und bei Demonstrationen gesammelten Ideen eingebracht, so die „Fridays For Future“-Aktivisten.

Gibt es eine umweltfreundliche Alternative für das Kirmesfeuerwerk, die dennoch begeistert? Wie steht es um die Heizungstemperaturen in öffentlichen Gebäuden? Können mehr Bäume gepflanzt werden? „Fridays For Future Rees“ nahm die Bürgergedanken mit, fragte nach und suchte Alternativen.

Der Vorschlag für eine Kirmesfeuerwerksalternative wurde leider erst einmal abgelehnt. Nun hoffen die Klimaschützer, dass die alternative „Wasserorgel“ bei einer anderen städtischen Festlichkeit ausprobiert wird und künftig doch als Alternative genutzt werden kann.

„Es ist an der Zeit, noch stärker in den Austausch zu gehen“, sagt Jule Schwartz von der Fridays For Future-Ortsgruppe. „Es wäre schön, wenn wir es doch schaffen, uns besser mit Schulen, Stadtverwaltung und Bürgern auszutauschen.“ Am Mittwoch sei man zum ersten Mal mit einem Stand auf dem Reeser Wochenmarkt vertreten gewesen, um mit Bürgern ins Gespräch zu kommen und Flyer zu verteilen. „Wir wollen hier auch Werbung für unsere Demos machen, zu denen leider viel zu Wenige kommen. Ich glaube, dass viele Erwachsene denken, dass sie gar nicht kommen dürfen. Das ist aber Quatsch“, sagt Roland Mümken. Die nächste Demo steht bereits am kommenden Freitag, 13. März, an. Start ist um 16 Uhr vor dem Rathaus. Hier endet die Demo auch später wieder.

„Es löst bei mir immer noch ein Gänsehautgefühl aus zu wissen, dass an einem Tag Millionen von Menschen weltweit auf die Straße gehen, um gemeinsam und friedlich für einen respektvolleren Umgang mit der Natur zu kämpfen! Es ist eine unglaubliche Bewegung“, findet Jule Schwartz.

Wer sich einbringen möchte, kann am Samstag, 14. März, um 15 Uhr zum Treffen der Ortsgruppe ins Remix kommen. „Unter anderem werden wir darüber reden, ob und wie wir unser Klimaschutzengagement vom Naturschutzengagement trennen.“, so Alina Kingston. Austausch und Diskussion soll es auch über die Fällung der Pappeln an der Wardstraße und über die noch fragliche Zukunft von Photovoltaik-Anlagen in der Innenstadt geben.