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Freddy Heinzel aus Emmerich: Er bleibt Honorarkonsul der Niederlande

Emmerich : Freddy Heinzel bleibt Honorarkonsul der Niederlande

Freddy Heinzel bleibt für weitere fünf Jahre niederländischer Honorarkonsul in Kleve. Der niederländische König Willem-Alexander hat mit Beschluss vom 3. Juli die Amtsperiode des Emmerichers verlängert. Damit bleibt das Konsulat in Kleve weiterhin bis 2025 geöffnet.

In Deutschland gibt es mehrere ehrenamtlich tätige Honorarkonsuln der Niederlande. Zu ihren Aufgaben gehört es, vor Ort allgemeine, politische und wirtschaftliche Belange der Niederlande zu vertreten. Ein Honorarkonsul kann keine Reisepapiere, Visa, amtliche Dokumente oder Bescheinigungen ausstelen.

Freddy Heinzel hatte das Amt im Jahr 2010 von seinem Amtsvorgänger Hermann von Ameln übernommen und dabei vor allem großen Wert auf die Ausdehnung der niederländisch-deutschen Wirtschaftsbeziehungen gelegt.

Als Vorsitzender des Niederländisch-Deutschen Businessclubs in Kleve und Miteigentümer der Unternehmung Strick Rechtsanwälte & Steuerberater ist Heinzel bereits seit mehr als 25 Jahren im grenzüberschreitenden Wirtschaftsverkehr tätig.

Seit 1994 berät und begleitet der 56-Jährige, der als Sohn eines deutschen Vaters und einer niederländischen Mutter in Emmerich geboren wurde und später in Köln, Münster und Nimwegen Jura studiert hat, niederländische Unternehmer auf ihrem Weg (auch durch die Behörden) nach Deutschland.

Freddy Heinzel ist fest mit der Region und seiner Heimatstadt Emmerich verwurzelt. In Emmerich ging er zur Schule, machte hier sein Abitur, lernte hier seine spätere Frau kennen. Er wohnt in Emmerich und leitet den Bürgerverein Emmerich, ein Zusammenschluss traditionsbewusster Emmericher, der nicht elitär, aber niveauvoll ist.

Heinzel unterstützt zudem die Erweiterung vom Schlösschen Borghees in Emmerich um eine „Kulturscheune“, in der Künstler auftreten sollen und die zudem zu einer festen Heimat für das Emmericher Figurentheater werden soll.

Eine Aufgabe nimmt Freddy Heinzel besonders ernst: die Politik auf die Chancen des Grenzgebiets aufmerksam zu machen und deutsche und niederländische Unternehmer miteinander ins Gespräch zu bringen. „Die niederländisch-deutschen Wirtschaftsbeziehungen sind mittlerweile gerade hier im Grenzgebiet untrennbar miteinander verbunden“, wird Heinzel in einer Pressemitteilung des Konsulats zitiert, „dass das so ist, hat sich während der Zeit des Corona-Lockdowns als segensreich erwiesen.“

Die niederländisch-deutsche Grenze sei in dieser Zeit die einzige Grenze Deutschlands zu seinen Nachbarn, die nicht geschlossen wurde. „Dies haben wir vor allem dem aktiven Einsatz des niederländischen Ministerpräsidenten Mark Rutte und NRW-Ministerpräsident Armin Laschet zu verdanken, die sich vehement dafür eingesetzt haben, dass die Grenze offen blieb“, so Heinzel. Segensreich habe sich das für die Bürger erwiesen, die als Grenzgänger grenzüberschreitend wohnen und arbeiten. Aber auch während der kritischen Phase des Corona-Ausbruchs in einer Fleischfabrik in Groenlo, habe sich der grenzüberschreitende Datenaustausch der zuständigen Behörden für die Verfolgung von Infektionsketten als äußerst effektiv erwiesen.

Heinzel möchte auch in den kommenden fünf Jahren die Bedeutung des Standortes Niederrhein für die grenzüberschreitende Wirtschaft herausstellen.