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Rees: Fracking: Risiken für das Trinkwasser

Rees : Fracking: Risiken für das Trinkwasser

Bei einer Infoveranstaltung der Grünen im Bürgerhaus Rees gab es deutliche Kritik.

Dass das Fracking in Rees weiter sehr kritisch gesehen wird, wurde auch bei der Veranstaltung der Kreis-Grünen im Reeser Bürgerhaus deutlich. Hier nahm Oliver Krischer, Bundestagsabgeordneter der Grünen und stellvertretender Vorsitzender der Bundestagsfraktion, dazu Stellung. Auch die Bürgerinitiative warnte erneut vor den Folgen der unkonventionellen Gastförderung.

Wie berichtet, handelt es sich bei Fracking um ein Verfahren zur Gewinnung von Erdgas, das sehr umstritten ist. Dabei wird durch Bohrungen Wasser in rund 1500 Meter Tiefe gepumpt, um dort Gesteinsschichten aufzubrechen, in denen sich Erdgas befindet. Durch das Wasser wird Druck auf das Gestein ausgeübt, was dazu führt, dass das Gas entweicht und gefördert werden kann.

In einer Resolution hat sich der Rat in dieser Frage bereits positioniert und diese Förderung abgelehnt. Aufmerksam gemacht auf das Thema hat vor allem die Bürgerinitiative "Gegen Gasbohren".

Auch an dem Abend wurde noch einmal auf die vielen Risiken des Fracking hingewiesen. Vor allem für das Trinkwasser werden enorme Gefahren gesehen. Einmal werden unheimlich große Mengen Wasser benötigt, um die Gesteinsschichten aufzusprengen. Zudem besteht die Gefahr, dass das Trinkwasser verunreinigt wird, weil beim Fracking auch Chemikalien in den Boden gepresst werden. Risiken für das Trinkwasser standen im Blickpunkt, vor allem für das Wasserschutz-Gebiet in der Wittenhorst.

Probebohrungen, die für Nordrhein-Westfalen vorgesehen waren, wurden von der Landesregierung untersagt. "Wir fordern eine klare Regelung", sagte Krischer, der eine Reform des deutschen Bergrechtes fordert, um einer einfachen Erteilung von so genannten Aufsuchungs-Lizenzen vorzubeugen.

(hvdl)