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Emmerich: Fracking: In das Thema kommt Bewegung

Emmerich : Fracking: In das Thema kommt Bewegung

Der zeitliche Zusammenhang ist Zufall, freut die Gegner der umstrittenen Gasbohrungen aber. Kurz nach der viel beachteten Informationsveranstaltung zum Fracking in Mehr haben sich nach einer Meldung des Magazins Spiegel die Minister Philipp Rösler und Norbert Röttgen darauf geeinigt, Gasförderung in Schiefergestein nicht zuzulassen.

"Erst einmal ist diese Nachricht positiv, aber sie kein Grund zum Jubeln", sagt Gabriele Obschernicat von der Interessengemeinschaft gegen Gasbohrung Hamminkeln /Niederrhein. Denn angesprochen sei nur das Bohren nach Schiefergas. "Hier in unserer Region geht es allerdings um die CBM-Methode, dazu wird kein Wort gesagt", sagt Gabriele Obschernicat. Das "CBM" — "Coal Bed Methane" — wird aus Kohleflözen gefördert. "Ermutigend ist, dass Bewegung in das Thema kommt", so Obschernicat. "Wir müssen aber genau beobachten, wie ernst die Politiker das meinen."

Das Wirtschaftsministerium wollte sich zu dem Thema nicht eindeutig positionieren. "Aus Sicht des Wirtschaftsministers sind beim Fracking noch viele Fragen offen. Diese sollen auf Basis eines unabhängigen wissenschaftlichen Gutachtens geprüft werden. Erst auf Basis der Ergebnisse des Gutachtens ist eine genaue Bewertung möglich", teilte Dr. Ann-Christin Wiegemann auf RP-Anfrage mit. Man sei in der Angelegenheit "zurückhaltend".

An Gabriele Obschernicat wurde inzwischen auch aus Isselburger Kreisen gebeten, das Thema Fracking vorzustellen. Derzeit bereitet sie einen Brief an alle Bürgermeister im Kreis Kleve vor. Grüne und SPD haben bereits deutlich gemacht, dass sie Fracking ablehnen; ebenso wie die Piraten. Kritische Stimmen gab es auch von der CDU, und der FDP-Kreisvorstand stellt sich ebenfalls gegen Fracking.

(RP/rl)