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Förderzentrum Grrunewald Emmerich kooperiert mit Wahrsmannshof aus Rees

Schulen : Leben und lernen in der Natur

Im Rahmen des Projektes „Bildungspartner NRW“ unterzeichneten das Förderzentrum Grunewald und das Natur- und Umweltbildungszentrum Wahrsmannshof eine gemeinsame Kooperationsvereinbarung.

Bereits seit vielen Jahren arbeitet das Förderzentrum Grunewald mit dem Natur- und Umweltbildungszentrum Wahrsmannshof zusammen. Regelmäßig besuchen Schüler und Schülerinnen den Hof für Aktionen und Projekte in der Natur. Am Donnerstag unterzeichneten die Förderschulrektorin Judith Greven, Dr. Ulrich Werneke, Geschäftsführer des Wahrsmannshofes, und Tuve von Bremen vom Wahrsmannshof eine gemeinsame Kooperationsvereinbarung im Rahmen des Projektes „Bildungspartner NRW“. Das Projekt des Landes bringt Schulen mit außerschulischen Bildungsanbietern zusammen. „Durch diesen Vertrag wird die Zusammenarbeit besiegelt und verfestigt und die Qualität gesichert. Wir bieten Lernen und Leben draußen in Kooperation mit der Schule“, sagte Dr. Werneke. „Der Vertrag mit dem Förderzentrum Grunewald ist der erste in diesem Rahmen.“ Aufgrund des landesweiten Gewichts der Marke „Bildungspartner NRW“ könne unter anderem für die Schule auch der Zugang zu Projekt- und Fördermittel erleichtert werden. Das Projekt wird vom LVR, vom LWL und vom Ministerium für Schule und Bildung getragen.

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Bereits seit 2010, als sie noch Leiterin der Anne-Frank-Schule in Rees war, arbeitet Judith Greven mit dem Wahrsmannshof zusammen. Das Förderzentrum Grunewald nimmt an dem Landesprojekt „Schule der Zukunft – Bildung für Nachhaltigkeit“ teil. 17 Nachhaltigkeitsziele wurden in der Agenda 2030 festgelegt, unter anderem Hunger beenden, Lebensräume schützen und hochwertige Bildung. „Nachhaltigkeit ist an unserer Schule ein wichtiges Thema. Unter anderem haben wir zwei Upcycling-Abteilungen, die aus Altmaterialien etwas Neues herstellen“, erklärte Greven. 

Die 17 Ziele sollen bis zum Jahr 2030 umgesetzt werden, Schulen sind dazu aufgefordert, das zu unterstützen und im Schulprogramm zu verankern.

Ein wichtiger Baustein ist die Zusammenarbeit mit dem Wahrsmannshof, der nach dem Konzept einer „Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE)“ arbeitet und die BNE-Zertifizierung NRW erhalten hat. Bei der Aktion „Schule der Zukunft“ besteht ein Netzwerk zum Thema „Artenvielfalt“ mit anderen Schulen im Kreis Kleve, die gemeinsame Aktionen durchführen.

So trafen sich im Oktober über 100 Kinder in Rees und gestalteten einen spannenden Streuobstwiesentag. Am Stand des Förderzentrums Grunewald wurde Apfelmark hergestellt. Die Schüler und Schülerinnen lernten, dass es sich dabei um ein Mus aus den Äpfeln handelt, dem kein Zucker zugesetzt wird. Die Süße entsteht ausschließlich durch den Fruchtzuckergehalt der verwendeten Äpfel. Andere Schulen pressten Apfelsaft, in einem kleinen Labor wurde der Vitamin-C-Gehalt ermittelt und die Schüler lernten die Insekten auf der Streuobstwiese kennen. 

„Wir bieten verschiedene Möglichkeiten an Exkursionen auf dem Wahrsmannshof an“, sagte Tuve von Bremen. So können verborgene Naturwelten erforscht werden, beispielsweise durch einen Blick in die Unterwasserwelt, das Beobachten von Kleinstlebewesen unter dem Mikroskop oder das Horchen von Fledermausrufen in der Nacht. Ein Highlight sind die Fahrten auf dem Forschungsschiff „Wilde Gans“ auf dem Baggersee Reeser Meer Süd mit Beobachtung von Wasservögeln. Für den Unterricht können Arbeitsmaterialien wie ein Biberkoffer oder auch Fachleute zur Verfügung gestellt werden.

Die Kooperationsvereinbarung gilt zunächst für drei Jahre. „In dieser Zeit gehe ich in Pension und so haben wir auch die Möglichkeit für einen guten Übergang für die neue Leitung und die gute Einbindung der Kollegen in dieses Projekt zu sorgen“, erklärte Schulleiterin Judith Greven.